Die höchstgelegene Kirche im Kanton erstrahlt wieder

Bettwil Die Kirche St. Josef ist die höchstgelegene Dorfkirche im Aargau. In den letzten Monaten ist rund um die Kirche viel passiert. Mit einem Pfarrgartenfest sollen die Bauarbeiten feierlich abgeschlossen werden.

Führten durch die Renovierungen: Susanne Geissbühler, Rita Schmidli, Cécile Koch und Karin Meier. Es fehlen Eveline Gauch und Stefan Wyss.Foto: Rinaldo Feusi

Die Dorfkirche in Bettwil ist eine der schönsten Dorf-Kirchen im Kanton. Allerdings ist es der Kirchenpflege in ihren Räumlichkeiten ein wenig zu ruhig geworden. «Trauungen bleiben fast ganz aus und auch Taufen sind stark rückläufig», erklärt Vizepräsidentin der Kirchenpflege Cécile Koch. Mit der Katechetin Karin Meier konnte zwar eine echte Macherin ins Boot geholt werden, doch damit war die Arbeit noch nicht getan. Es wurde klar, dass auch im Garten und an den äusseren Kirchenmauern Arbeiten fällig waren. Durch das Make-over soll die Kirche wieder beliebter für Anlässe werden. Bereits im Juni letzten Jahres wurde mit der Planung der Renovationsarbeiten begonnen. Das, weil auch die Kantonale Denkmalpflege in das Projekt involviert ist. Die Mauer steht unter Schutz.

Projekt ist als Investition zu verstehen

Drei Unternehmen mussten für die anspruchsvollen Arbeiten engagiert werden. Im Januar begannen schliesslich die Renovationen der Kirchenmauer. Kein kurzes Unterfangen: «Es wurden 129 Schadstellen festgestellt», erklärt Koch. Strassenseitig wurde sie zusehends zu einem Sicherheitsrisiko. Im Garten mussten die Bäume geschnitten und der Hag neu gesetzt werden. Hinzu kamen mehrere andere Arbeiten zum Werterhalt. Anstatt gestaffelt zu renovieren, wollte man in Bettwil alles durch ein einziges Projekt realisieren. Die Kosten für die gesamten Arbeiten werden auf gut 70000 Franken beziffert. Das Geld stammt aus der Kirchensteuer. Ein Teil der Finanzierung wird im Nachzug noch von der Denkmalpflege kommen. «Die Arbeiten verstehen wir als Investition», bestätigt Susanne Geissbühler. Sie ist die gute Seele der Baustelle. Sie suchte ständig den Kontakt mit den Arbeiterinnen und Arbeitern, brachte jeweils Guetzli für den Znüni und hatte ein offenes Ohr für die Anliegen der Büezer. «Wir hatten während der ganzen Zeit nur tolle Leute auf der Baustelle. Ich habe den Austausch sehr genossen», berichtet sie. Und die Ergebnisse lassen sich sehen. «Wenn ich jetzt sehe, wie alles fertig wird, fühlt sich das richtig schön an.»

Es wartet ein grosses Fest

Für den 26. Mai ist nun ein grosses Pfarrgartenfest geplant. Damit sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Um 11 Uhr wird der Pfarrgarten durch Pfarradministrator Ambrose Olowo gesegnet. Das anschliessende Fest beginnt um 12 Uhr und ist für alle offen. Konfession spielt keine Rolle. «Wir wollen einen schönen Anlass mit der Bevölkerung geniessen», sagt Rita Schmidli. Fürs leibliche wird gesorgt sein. Grillstand, Raclette, Risotto, Kuchen und der Chile-Kafi mit Güx sollen eine schöne Festtagsstimmung zaubern. «Eine richtige Festwirtschaft», nennt es Cécile Koch. Dies zu moderaten Preisen und es kann auch mit Twint bezahlt werden.

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