Der indische Take-away mitten im Seoner Quartier

Seon In ihrer Wohnung in Seon kocht Swati Parasar jeden Freitag frische indische Küche zum Mitnehmen.

Swati Parasar in ihrer Küche.Foto: Anja Suter
Swati Parasar in ihrer Küche.Foto: Anja Suter

An Freitagen steht Swati Parasar bereits in den frühen Morgenstunden in der Küche. Barfuss wechselt sie zwischen den verschiedenen Pfannen hin und her. Das Essen auf dem Herd hat sie dabei stets im Blick. An Freitagen kocht Swati nicht nur für sich oder ihre Familie, sondern für jeden, der eine Schwäche für indisches Essen hat und bereits am Vortag bestellt hat.

«Angefangen hat alles im März 2024», erzählt sie. Immer mal wieder hat Swati ihren Nachbarinnen und Nachbarn Essen gebracht, diese waren immer begeistert. Dadurch kam sie auf die Idee, ihr Essen auch anderen in der Region anzubieten. «Ich hatte aber keine Ahnung, wie man das aufziehen muss», sagt Swati und lacht. Eine Nachbarin unterstützte sie in den administrativen Belangen, die beiden legten damit den Grundstein für Swatis Essenservice.

Das Prinzip hinter Swatis Take-away ist einfach. Bestellt werden kann bis Donnerstag bei Swati per Whatsapp, das geplante Menü lädt sie in ihren Status. Gäste können ihre Portion am Freitag zwischen 11.30 Uhr und 12.30 Uhr in Seon abholen. Jeder bringt dabei sein eigenes Tupperware mit. Eine Portion kostet 16 Franken, wer noch ein frisch gebackenes Naanbrot dazu möchte, zahlt noch einen Franken mehr. Bezahlt werden kann in bar oder per Twint.

Selbst hergestellter Paneer

Bei dem Essen, das sie kocht, achtet Swati vor allem auf Frische und Nährstoffe. «Die Basis meiner Currys besteht eigentlich immer aus Paneer.» Den indischen Käse stellt sie mit Milch aus dem Seener Chäsparadies selbst her. «Mein Essen soll nicht nur gut schmecken, sondern auch gute Nährstoffe enthalten.»

Kochen gelernt hat die Frau mit dem grossen Lächeln von ihrer Familie. «In Indien kochen wir immer alle zusammen, meine Familie kann das sehr gut», erklärt sie. Zu Beginn ihres Take-aways habe sie auch öfters mal zu Hause angerufen, um zu fragen, wie verschiedene Handgriffe bei den Gerichten funktionieren.»

Heute sitzen die Handgriffe. Swati wuselt durch die Küche, brät den Paneer und rührt das Gemüse, das seit dem Vorabend mit Joghurt und verschiedenen Gewürzen eingelegt wurde. In einem letzten Schritt backt sie das selbst gemachte Naanbrot über der Flamme des Gasgrills. «Ohne Flamme kein gutes Naan», sagt Swati und lächelt.

Kaum ist es 11.30 Uhr, klingelt es an der Haustüre. Davor stehen mehrere Personen und plaudern. Sie sind ausgestattet mit Tupperware und freuen sich auf Swatis Essen. «Die Portionen reichen immer für zwei Mahlzeiten», sagt ein Mann.

Essen bestellen direkt bei Swati unter Telefon 076 524 44 56.

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