Chosle, chlättere, wärche, verwiile

Boniswil Wieder einen attraktiven Spiel- und Begegnungsplatz für das Dorf zu haben, ist das Ziel der IG Begegnungsplatz Boniswil. An der Gemeindeversammlung am 27. November wird über den Kredit abgestimmt.

<em>Hoffen auf ein Ja zum Begegnungsplatz:</em> Sirio Burger, Renate Schaffner, Stefanie Beeler, Denise Schanz (Schulpflege) und Kurt Lüscher von der IG Begegnungsplatz. Foto: Alfred Gassmann
<em>Hoffen auf ein Ja zum Begegnungsplatz:</em> Sirio Burger, Renate Schaffner, Stefanie Beeler, Denise Schanz (Schulpflege) und Kurt Lüscher von der IG Begegnungsplatz. Foto: Alfred Gassmann

Im Jahr 2016 wurde das Restaurant Seeblick in Boniswil geschlossen. Gleichzeitig ging der einzige öffentlich zugängliche Spielplatz im Dorf verloren. Der Verein Zukunft Boniswil hatte darauf 2017 versucht, am selben Standort einen Begegnungsplatz zu realisieren. Die kantonale Zustimmung für das Vorhaben in der Schutzzone gemäss Hallwilerseeschutzdekret konnte allerdings nicht erwirkt werden.

Der Standort «Seeblick» war somit vom Tisch, nicht aber das Bedürfnis nach einem kind- und generationengerechten Ort zum Spielen und Verweilen. Dieses Anliegens haben sich Eltern aus dem Dorf angenommen und die Interessengemeinschaft IG Begegnungsplatz gegründet. In den Fokus gerückt ist das Schulgelände von Boniswil mit seiner zentralen und sicheren Lage abseits von befahrenen Strassen.

Die Gruppe, bestehend aus Stefanie Beeler, Karin Koch, Renate Schaffner, Sirio Burger und Kurt Lüscher, erinnerte sich an den eher vernachlässigten Kiesplatz vor dem Saalbau in Richtung See. Er soll aufgewertet werden. Schulleitung, Lehrerschaft, Schulpflege und Gemeinderat haben von Anfang an das Wohlwollen für eine solche Umgestaltung und Aufwertung signalisiert.

Das Projekt «Begegnungsplatz Boniswil» ist im August vom Gemeinderat gutgeheissen worden. Am 27. November entscheidet die Gemeindeversammlung über den Kreditantrag.

Für alle Altersgruppen

«Dem Dorf fehlt ein zentraler Ort, wo sich die Menschen vom Kleinkind bis zur Seniorin begegnen können zum Austausch, um Freundschaften zu pflegen und zum Spielen», lässt sich dem achtseitigen Bericht der IG entnehmen.

In der Tat wurde niemand vergessen: die Vorschulkinder, die Schüler, die Familien, die turnenden Vereine sowie die Bewohner, die ein Freizeitangebot suchen. «Chosle» und «wärche» für die Kleinen; klettern, balancieren, chillen für die Grösseren, Badminton oder Volley auf dem Rasen für Sportinteressierte. Schliesslich soll ein Picknicktisch mit Bänken für alle Generationen hergerichtet werden. Sympathisch ist auch, dass die Schüler in die Realisierung miteinbezogen werden.

Die Erstellungskosten samt Mobiliar addieren sich auf knapp 100000 Franken. Von einer Stiftung und dem Swisslos-Sportfonds sind bereits Beiträge zugesichert worden. Der Unterhalt des Platzes ist aufgezeigt. Der Gemeinderat und die IG Begegnungsplatz erhoffen sich an der bevorstehenden Gemeindeversammlung grünes Licht. Wenn das klappt, darf bereits Vorfreude aufkommen: Am Jugendfest 2019 soll der Begegnungsplatz eingeweiht werden.

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