Chlausklöpfen mit Coronaauflagen

Brauchtum In Ammerswil fand der regionale Wettkampf der Chlausklöpfer statt. 142 Teilnehmende traten dieses Jahr gegeneinander an.

Eindrückliche Kulisse: Der regionale Wettkampf der Chlausklöpfer fand in diesem Jahr auf den Schulanlagen in Ammerswil statt. Foto: Andreas Walker

Eindrückliche Kulisse: Der regionale Wettkampf der Chlausklöpfer fand in diesem Jahr auf den Schulanlagen in Ammerswil statt. Foto: Andreas Walker

Mit spezieller Maske: Hanspeter Gehrig, Präsident der Chlausklöpfvereinigung. Foto: Andreas Walker

Mit spezieller Maske: Hanspeter Gehrig, Präsident der Chlausklöpfvereinigung. Foto: Andreas Walker

Die Besten der jüngsten Mädchen: Valerie Jost, Jessica Schneider und Elin Ammann. Foto: Andreas Walker

Die Besten der jüngsten Mädchen: Valerie Jost, Jessica Schneider und Elin Ammann. Foto: Andreas Walker

Speziell: Hinweisschild zum Wettbewerb. Foto: Andreas Walker

Speziell: Hinweisschild zum Wettbewerb. Foto: Andreas Walker

Vor einem Jahr fiel das Chlausklöpfen der Coronapandemie zum Opfer. Dieses Jahr konnte es glücklicherweise durchgeführt werden, allerdings unter strengen Coronaauflagen.

Hanspeter Gehrig, Präsident der Chlausklöpfervereinigung, hat viel unternommen, damit dieser Anlass in diesem Jahr wieder durchgeführt werden konnte.

Er erklärt die Situation: «Am 11. Oktober beschlossen die Ammerswiler Chlausklöpfer, dass das Regionale trotz den geltenden Coronamassnahmen durchführbar ist. Am 6. Dezember wurden die Massnahmen allerdings noch einmal verschärft. Deshalb hatten wir die Maskenpflicht drinnen und draussen und Zutritt nur mit einem Impfzertifikat oder einem aktuellen Covid-Test. Zudem wurden von der Festwirtschaft viele Angebote ins Freie verlegt, ebenso fand die Rangverkündigung draussen statt.»

Geringere Teilnehmerzahl

Hanspeter Gehrig ist froh, dass der Anlass wieder stattfinden konnte, und meint: «Ein weiteres Jahr mit einem Ausfall des traditionellen Chlausklöpfens wäre sehr schlecht gewesen. Immerhin waren drei Viertel der Teilnehmenden Kinder, und die machen jeweils mit grosser Freude und Begeisterung mit.»

Allerdings war dieses Jahr die Teilnehmerzahl rückläufig. Hanspeter Gehrig vergleicht das Coronajahr mit früheren Jahren: «In der Regel nehmen an diesem Anlass 170 bis 180 Klöpfer teil. Dieses Jahr waren es mit 142 Teilnehmenden weniger als üblich, was sicher auf die Coronasituation zurückzuführen ist.»

Eingangskontrollen und Zaungäste

Am Eingang wurden das Covidzertifikat und ein Ausweis verlangt. Die Kontrollorgane machten ihre Arbeit gründlich. So mussten zum Beispiel vier ungeimpfte Besucher abgewiesen werden.

Zudem gab es auch Leute, die nicht einsehen wollten, warum man eine Maske tragen sollte oder zum Impfzertifikat noch den Ausweis zeigen musste. Glücklicherweise waren dies Ausnahmen.

Die Rückmeldungen vom Publikum waren zum grössten Teil positiv. Die meisten waren froh, dass der Anlass unter diesen Auflagen stattfinden konnte und man sich sicher fühlte, da die Gesundheit schliesslich vorgeht.

Dennoch gab es auch einige Zaungäste, die ohne Impfzertifikat dem Anlass hinter der Abschrankung von weitem zusahen.

Vier Kategorien und Juroren mit klaren Kriterien

Der Wettkampf Vier Alterskategorien vom Kindes- bis zum Rentenalter nahmen am Chlausklöpfen teil, Mädchen und Frauen klöpften jeweils in einer eigenen Kategorie. Vier erfahrene Klöpfer amteten jeweils als Juroren und bewerteten die Wettkämpfenden, sodass am Schluss eine Rangliste erstellt werden konnte. Dabei wurde auf verschiedene Kriterien geachtet, ob der Stand des Klöpfers ruhig und nicht blockiert ist, ob die Geissel horizontal gezogen wird und nicht mit dem Boden in Berührung kommt und ob die Knallgeräusche gleich laut und rhythmisch sind.

Die Zeitdauer für die Klöpfer betrug jeweils eine halbe Minute. Jeder Teilnehmende begann mit 30 Punkten. Bei Fehlern wurden entsprechend Punkte abgezogen. (awa)

Resultate des regionalen Chlausklöpf-Finals in Ammerswil

Kategorie 1 (Jahrgang 2012 und jünger). Knaben: 1. Janis Eglinger (2013, Möriken-Wildegg) 27,2 Punkte. 2. Oliver Schornstein (2012, Ammerswil) 25,35. 3. Fabrice

Eglinger (2016, Schafisheim) 25,3. 4.Mads Kerschbaumer (2014, Lenzburg) 24,5. 4. Lars Ermel (2014, Seengen) 24,5. 6 Yanis Wicki (2012, Ammerswil) 23,9. 7. Levin Kamm (2015, Seengen) 23,8. 7. Tim Güntlisberger (2012, Möriken-Wildegg) 23,8. 9. Tobias Messmann (2012, Othmarsingen) 23,55. 10 Julian Fuchs (2014, Schafisheim) 23,2. – Mädchen: 1. Valerie Jost (2014, Ammerswil 23,55. 2. Jessica Schneider (2013, Egliswil) 21,8. 3. Elin Ammann (2012, Lenzburg) 19,75. 4. Abinaya Ariharan (2012, Egliswil) 19,5. 5. Isabella Kehrli (2012, Möriken-Wildegg) 19,05. 6. Barbara Niemeyer (2014, Schafisheim) 18,7. 7. Nadja Meyer (2014, Dintikon) 16,05.

Kategrie 2 (2009 bis 2011). Knaben: 1. Lias Eglinger (2011, Seon) 27,35. 2. Nick Obrist (2011, Möriken-Wildegg) 26,95. 3. Nik Schoder (2010, Hunzenschwil) 26,9. 4. Roman Gross (2010, Rupperswil-Auenstein) 26,85. 5. Julian Eichenberger (2009, Niederlenz) 26,65. 6. Janis Schmid (2010, Ammerswil) 26,4. 7. Moritz Jost (2010, Ammerswil) 26,35. 8. Martin Niemeyer (2011, Schafisheim) 26,2. 9. Jeremias Niemeyer (2009, Schafisheim) 26,0. 10. Elias Ulrich (2009, Staufen) 25,9. – Mädchen: 1. Alessia Hintermann (2009, Ammerswil) 24,4. 2. Kim Bohren (2010, Lenzburg) 23,35. 3. Sara Riedel (2010, Niederlenz) 23,3. 4. Jaël Furter (2009, Staufen) 23,15. 5. Zoe Brunner (2011, Dintikon) 23,1. 6. Lara Hilfiker (2011, Dintikon) 22,55. 7. Elena Meyer (2010, Dintikon) 22,2. 8. Lina Vogel (2010, Hallwil) 22,05. 9. Sina Graf (2011, Schafisheim) 21,3. 10. Livia Bolli (2011, Hunzenschwil) 20,15.

Kategorie 3 (2006 bis 2008). Knaben: 1. Leon Widrig (2007, Niederlenz) 28,65. 2. Jayden Schwartz (2007, Seengen) 28,05. 3. Dominic Rohr (2006, Niederlenz) 27,9. 4. Marwin Hartig (2008, Ammerswil) 27,8. 5. Joshua Schmid (2007, Ammerswil) 27,55. 6. Lukas Riedel (2008, Niederlenz) 27,25. 7. Ramon Lüpold (2008, Möriken-Wildegg) 27,05. 8. Lukas Deubelbeiss (2008, Möriken-Wildegg) 27,0. 9. Raphael Meyer (2007, Dintikon) 26,6. 10. Jan Suter (2008, Hunzenschwil) und Marc Widmer (2008, Seengen) je 26,25. – Mädchen: 1. Anina Bolli (2008, Hunzenschwil) 27,3. 2. Natalija Niemeyer (2008, Schafisheim) 26,2. 3. Dilia Kieser (2007, Staufen) 25,5. 4. Leonie Hofer (2007, Schafisheim) 25,2. 5. Melina Hauri (2007, Niederlenz) 25,15. 5. Selina Müller (2007, Egliswil) 25,15. 7. Lynn Bohren (2007, Lenzburg) 24,4. 8. Shayla Zumstein (2007, Möriken-Wildegg) 22,4. 9. Amy Werth (2008, Hallwil) 20,75.

Kategorie 4 (2005 und älter). Männer: 1. Cyril Anner (2004, Ammerswil) 27,5. 2. Fabian Huber (1994, Hunzenschwil) 27,45. 3. Gian Graf (2003, Schafisheim) 27,4. 4. Dominic Suter (1997, Seon) 27,0. 5. Mowan Meggiolaro (2002, Dintikon) 26,9. 6. Dominik Schmidlin (2001, Lenzburg) 26,45. 7. Silvan Spühler (1992, Rupperswil-Auenstein) 26,4. 8. Silvan Rohr (1997, Staufen) 26,3. 9. Patrick Schwegler (1995, Hallwil) und Philip Frey (1987, Hunzenschwil) je 26,2. – Frauen: 1. Michelle Melliger (2000, Dintikon) 27,25. 2. Carina Brigger (2001, Niederlenz) 26,9. 3. Simone Becker (2004, Möriken-Wildegg) 26,4. 4. Fabienne Meyer (2002, Dintikon) 25,85. 5. Fabienne Kohler (1992, Hunzenschwil) 25,45. 6. Claudia Walti (2000, Seon) 24,9. 7. Luana Callara (2000, Rupperswil-Auenstein) 24,35. 8. Yvonne Jampen (1954, Othmarsingen) 23,95. 9. Nicole Weibel (1983, Ammerswil) 18,4.

 

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