Weiterbildung für Aargauer Jagdaufseher

Möriken-Wildegg Die Vereinigung Aargauischer Jagdauf- seher VAJ führte ihren alljährlichen Weiterbildungsanlass für die Jagdaufseherinnen und Jagdaufseher durch. Der Anlass stiess auch in diesem Jahr auf grosses Interesse.

Wie in der Schule: Jagdaufseherin Manuela Wiederkehr lässt sich erklären, was sie bei einem Einsatz alles im Auto mit sich führen muss.Foto: Pia Weber
Wie in der Schule: Jagdaufseherin Manuela Wiederkehr lässt sich erklären, was sie bei einem Einsatz alles im Auto mit sich führen muss.Foto: Pia Weber

Die Aufgaben der Jagdaufseher sind sehr vielfältig und diese stehen oft in der Öffentlichkeit. Sie kommen zum Beispiel, wenn sie zu einem Verkehrsunfall mit der Beteiligung von Wild gerufen werden oder wenn jemand Probleme hat mit Füchsen, Mardern oder anderem Wild.

Deshalb ist es notwendig, dass sie immer auf dem neusten Stand sind, was ihre jagdlichen Aufgaben und die Gesetze und Verordnungen dazu anbelangt. Aus diesem Grund führt die Vereinigung Aargauischer Jagdaufseher VAJ unter anderem jedes Jahr auf dem Areal der Jura-Cement-Fabriken in Wildegg einen Weiterbildungsanlass durch.

Rund 250 Teilnehmer

Das Interesse ist jedes Mal gross. Rund 250 Jagdaufseherinnen und Jagdaufseher konnte VAJ-Präsident Rolf Suter diesmal begrüssen. Dazu etwa 40 Jagdlehrgänger, welchen dieser Kurs jeweils in ihrem für die Jägerprüfung notwendigen Pflichtenheft eingetragen wird.

An fünf verschiedenen Posten wurde viel Wichtiges und Interessantes vermittelt, es wurden Tipps gegeben und Fragen beantwortet. Das alles hilft den Jagdaufsehern und unterstützt sie dabei, ihre oft nicht einfache Aufgabe zu erfüllen.

Neue Jagdverordnung

Die neue Jagdverordnung war das Thema von Erwin Osterwalder von der Sektion Jagd und Fischerei beim Kanton Aargau. Er ging dabei vor allem auf die Änderungen ein, welche am 1. Januar dieses Jahres in Kraft traten und die Jagdaufseher direkt betreffen.

Marco Catocchia und Yves Portmann, beide Wildhüter aus dem Kanton Bern, erklärten die Beurteilung von Luchsrissen bei Wildtieren. Sind wirklich der Luchs oder Fuchs, Wolf oder Hund für den Riss verantwortlich oder war es keine Tötung, sondern eine Nutzung von schon totem Wild?

David Bodmer, Kantonspolizei Aargau, gab unter anderem mit einer kleinen praktischen Übung Tipps zum Verhalten bei einem Verkehrsunfall mit Wild. Zum Beispiel: Was gehört beim Ausrücken alles zur notwendigen Ausrüstung? Was ist weiter hilfreich?

Bestand an Waschbären nimmt zu

Werner Schaub, Jagdaufseher aus dem Kanton Baselland, erläuterte den Umgang mit Waschbären, welche sich von Deutschland her in der Schweiz verbreiten und nun immer weiter Richtung Mittelland vorrücken. Sie gehören zu den invasiven Tierarten und sind ausserdem sehr wehrhaft.

Das neue Handbuch Jagdaufsicht, das mit konkreten Beispielen diverse Situationen erläutert, wurde von Erwin Jansen vorgestellt, der selbst federführend war bei dessen Erstellung.

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