Viele Gegenstimmen gegen das defizitäre «Lebensraum»-Budget

Nicht immer gleicher Meinung: Abstimmung an der «Lebensraum»-Vorstandssitzung. Foto: Fritz Thut
Nicht immer gleicher Meinung: Abstimmung an der «Lebensraum»-Vorstandssitzung. Foto: Fritz Thut

Hunzenschwil An der Vorstandssitzung des Gemeindeverbandes Lebensraum Lenzburg-Seetal (LLS) im Hunzenschwiler Gemeindesaal wurden für einmal Vorbehalte gegenüber der eigenen Organisation spürbar. Das Budget für das Jahr 2022 mit einem Aufwandüberschuss von 27000 Franken erzielte weniger als doppelt so viele Ja-Stimmen wie Nein-Stimmen.

«Angesichts eines Vermögens von 286000 Franken ist es vertretbar, die neue Legislatur mit einem solchen Aufwandüberschuss in Angriff zu nehmen», sagte LLS-Präsident Daniel Mosimann. Aus den Reihen der Vorstandsmitglieder (meistens die Ammänner der 26 angeschlossenen Gemeinden) gab es jedoch einige kritische Fragen.

Vor allem die Zunahme der Ausgaben bei der Standortförderung und die Stellenpensenerhöhung auf der Geschäftsstelle gaben zu reden. Von 120 soll auf 130 Prozente gesteigert werden. Damit einher geht eine neue Aufteilung. Geschäftsführer Jörg Kyburz und sein Stellvertreter Markus Schenk sind momentan je zu 60 Prozent angestellt. Kyburz tritt auf Ende Jahr zurück und Schenk soll mit 80 Stellprozenten Nachfolger werden. Um bei der Besetzung der zweiten Stelle eine Chance auf gute Bewerbungen zu haben, soll der Umfang von 40 auf 50 Prozent festgesetzt werden. In der aus der Runde beantragten separaten Abstimmung wurde die Pensenerhöhung mit 15 zu 6 Stimmen gutgeheissen.

Obwohl einige Vertreter wie Ruedi Hediger für seine Gemeinde Rupperswil «immer weniger Nutzen» sehen, wurde das vorgelegte Budget mit 13 zu 7 Stimmen (bei einer Enthaltung) gutgeheissen.

Einstimmige Wahl

Während es bei der Wahl der in Beinwil am See aufgewachsenen Lidia Räber als neue Raumplanerin der Region (als Nachfolgerin des in Pension gehenden Thomas Meier) eine Enthaltung gab, fiel die Wahl von Markus Schenk zum neuen LLS-Geschäftsführer einstimmig aus. Applaus unterstrich die Akzeptanz des neuen Amtsträgers ab 2022.

Die Vorstandsmitglieder beendeten mit einstimmigem Entscheid die schickliche Beerdigung des Projekts Pumptrack; es wird also keine demontierbare Radpiste zur Vermietung an die Gemeinden angeschafft. Zum Thema Ordnungsdienst am Hallwilersee wird kein politischer Vorstoss in «Aarau» unternommen; hingegen wird die Problematik am «Smart Regio Lab» vom 15./16. Oktober prominent behandelt.

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