Stein für Stein zurück in Form

Othmarsingen Die Instandstellung der Trockenmauer beim alten Othmarsinger Steinbruch steht kurz vor dem Abschluss. Dank idealer Wetterbedingungen und sorgfältiger Arbeit verläuft das Projekt planmässig – und sichert ein kulturhistorisch bedeutendes Bauwerk für die Zukunft.

Fritz Wirz, Präsident der Forst- und Ortsbürgerkommission Othmarsingen,Foto: Romi Schmid

Fritz Wirz, Präsident der Forst- und Ortsbürgerkommission Othmarsingen,Foto: Romi Schmid

Freiwillige Helfer und Mitglieder der Forst- und Ortsbürgerkommission packen tatkräftig mit an.Foto: Romi Schmid

Freiwillige Helfer und Mitglieder der Forst- und Ortsbürgerkommission packen tatkräftig mit an.Foto: Romi Schmid

Die Trockenmauer beim Zugang zum ehemaligen Steinbruch in Othmarsingen ist mehr als nur ein bauliches Element im Wald: Sie ist Teil eines historischen Verkehrswegs und damit ein bedeutendes Zeugnis vergangener Nutzung und Erschliessung. Entsprechend gross ist das Interesse der Ortsbürgergemeinde Othmarsingen, dieses Kulturgut in seiner ursprünglichen Form zu erhalten.

Bereits seit 2018 setzt sich die Forst- und Ortsbürgerkommission dafür ein, die in den vergangenen Jahren eingestürzte Mauer zu sanieren und, wo nötig, neu aufzubauen. Dabei steht nicht nur die Stabilisierung im Vordergrund, sondern auch der Erhalt des historischen Erscheinungsbilds, der Lage sowie der ursprünglichen Dimensionierung der sogenannten «Soler-Trockenmauer».

Dass es sich um einen historisch bedeutenden Verkehrsweg handelt, hat wesentlich dazu beigetragen, dass für das Projekt finanzielle Unterstützung gewonnen werden konnte. Beiträge von privaten Geldgebern sowie von kantonalen und nationalen Institutionen und Stiftungen decken mittlerweile rund die Hälfte der budgetierten Kosten.

Die Bauarbeiten erfolgen unter Einbezug der entsprechenden traditionellen Bautechnik im Natursteinbau. Gleichzeitig werden ökologische Aspekte berücksichtigt, und die Umsetzung geschieht unter fachlicher Begleitung von Markus Müller, einem vom Kanton anerkannten Spezialisten. Damit wird sichergestelltt, dass sowohl der historische Charakter als auch die bauliche Qualität langfristig erhalten bleiben. Ein Teil der Arbeiten wird von freiwilligen Helferinnen und Helfern getragen. Auch Mitglieder der Forst- und Ortsbürgerkommission packen tatkräftig mit an – unter ihnen Präsident Fritz Wirz selbst. Dieses Engagement verleiht dem Projekt zusätzlich eine starke lokale Verankerung. Aktuell zeigt sich: Die Arbeiten kommen gut voran. «Die Arbeiten laufen sehr gut, das Wetter passt hervorragend, wir sind mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden», sagt Fritz Wirz, Präsident der Forst- und Ortsbürgerkommission Othmarsingen. Wenn alles weiterhin nach Plan verläuft, dürfte die Sanierung in ein bis zwei Wochen abgeschlossen sein.

Mit der Wiederherstellung der Trockenmauer bleibt nicht nur ein wichtiger Zugang zum alten Steinbruch erhalten. Die Ortsbürgergemeinde setzt damit auch ein Zeichen für den sorgfältigen Umgang mit historischen Strukturen im Waldgebiet – und dafür, wie sich Tradition, Fachwissen und Engagement zu einem nachhaltigen Ergebnis verbinden lassen.

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