Sporthalle als «Skulptur»

Kann in allen Teilen überzeugen: Projekt «Camelidae» gewann den Wettbewerb. Foto: zvg
Kann in allen Teilen überzeugen: Projekt «Camelidae» gewann den Wettbewerb. Foto: zvg

Staufen: Sechs Projekte für eine neue Sporthalle sind der Bevölkerung vorgestellt worden. Gemeinderat Gallus Zahno nennt das Siegerprojekt eine Skulptur, die Entwerferin taufte ihre Wettbewerbseingabe sogar Kamel.

Architektin Dominique Verdan vom Büro Müller Verdan Architekten, Zürich, hat den Namen «Camelidae» oder Kamel als Name für ihre Eingabe im Gesamtleistungswettbewerb nicht aus der Luft gegriffen. Sie spielt damit auf die beiden durchgehenden Oberlichter auf dem Dach an. Ein schüchterner Vergleich mit einem Kamelrücken ist nicht abwegig. 

Die Sporthalle, ausgerichtet nach Nord/Süd, fängt das Licht über diese Dachaufbauten sowie über die Südfassade ein. Josef Zangger, Architekt und Mitglied des Preisgerichts, hatte leichtes Spiel, das bestechende Siegerprojekt des Generalunternehmers Frutiger AG aus Gümligen BE und der Müller Verdan Architekten den Interessierten zu erläutern. «Das Projekt ist ortsbaulich, architektonisch und funktional sehr überzeugend», kann dem Jurybericht entnommen werden. Zangger doppelte nach und hob hervor, dass sich das «Camelidae» konzeptionell von den anderen fünf Projekten völlig unterscheidet und verdient gewonnen hat. 

Aspekte, die überzeugen

Das Bauwerk ist stark in den Boden versenkt. Mit dem Resultat, dass die Doppelsporthalle gegenüber den benachbarten Einfamilienhäusern volumenmässig niedrig wirkt und während des Betriebs nicht als störend empfunden wird dank der durchdachten Gestaltung der Westfassade. Josef Zangger kommt über einzelne Aspekte gar ein wenig ins Schwärmen. Namentlich über die Empfangssituation mit dem Vorplatz und über den Eingangsbereich, der sich zu den Turnhallen ausweitet. Dominique Verdan schöpft die Vorteile des Standortes aus und holt das Staufnerfeld und den Wald Buech in die Sporthalle. Diese mit Emotionen verbundene Wahrnehmung ist leicht vorzustellen. Überzeugen können auch die Platzierungen der Garderoben und der Geräteräume. 

Ehrgeizige Realisierungsphase 

So speditiv wie die Wahl des Standortes mittels Masterplanung und die Abwicklung des Gesamtleistungswettbewerbs soll es weitergehen. Bereits an der kommenden Einwohnergemeindeversammlung vom 3. Juni dürfte der Baukredit traktandiert werden. Vorgesehen ist, die Doppelsporthalle mit den grauen Eternitschindeln im Sommer 2022 in Betrieb zu nehmen. Dannzumal bestimmt wieder mit einem Einweihungsfest und einer feierlichen Übergabe an die Schüler und die turnenden Vereine. 

Ausstellung: Die Wettbewerbsprojekte können bis zum 27. März zu den Gemeindeöffnungszeiten besichtigt werden.

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