Sie organisiert seit 22 Jahren das Wähenstübli

Unter der Linde: Die Atmosphäre mit Verkaufsständen und Sitzgelegenheiten vor der Kirche könnte nicht besser sein. Foto: Ursula Radtke

Unter der Linde: Die Atmosphäre mit Verkaufsständen und Sitzgelegenheiten vor der Kirche könnte nicht besser sein. Foto: Ursula Radtke

Organisationstalent: Ursula Radtke sucht einen Nachfolger. Dabei sollen ihr zwei Glückssteine helfen. Foto: Peter Winkelmann

Organisationstalent: Ursula Radtke sucht einen Nachfolger. Dabei sollen ihr zwei Glückssteine helfen. Foto: Peter Winkelmann

Niederlenz: Nächstes Jahr feiert das Wähenstübli der Reformierten Kirchgemeinde Niederlenz das 30-Jahr-Jubiläum. Am Dorffest «700 Jahre Niederlenz» wurde es 1991 zum ersten Mal durchgeführt. 

Das Wähenstübli fand viele Jahre immer am Samstag vor dem Muttertag auf dem Dorfplatz und unter den Arkaden des Gemeindehauses statt. Mit der Umgestaltung von Dorfplatz, Aabach und Hauptstrasse mussten die Organisatoren einen neuen Platz suchen. Am 4. Mai 2013 fand es zum ersten Mal rund um die reformierte Kirche statt – und dabei blieb es.

Grossen Anteil am Erfolg des Wähenstüblis hat Ursula Radtke, die Sekretärin der Kirchgemeinde Niederlenz. Das erste Wähenstübli organisierte sie im Mai 1998. Radtke und ihr Team schafften es, die Gäste vom Dorfplatz hinauf rund um die Kirche zu locken. Die Atmosphäre rund um die grosse Linde vor der Kirche könnte besser nicht sein. 

Kein Wähenstübli, kein Hobbymärt

Wie alle Veranstalter rundum ist natürlich auch Radtke enttäuscht, dass ausgerechnet ihr 22. Wähenstübli wegen des Coronavirus ausfällt. «Für die Kirchenpflege und mich war die Absage ein schwieriger Entscheid. Das Wähenstübli liegt uns allen sehr am Herzen. Denn mit dem Reinerlös des Verkaufes unterstützen wir jeweils Projekte, denen ‹Hilfe zur Selbsthilfe› wichtig ist. Zudem ist das Wähenstübli ein Dorfanlass, der fest zu Niederlenz gehört.»

In all den Jahren, in denen sie das Wähenstübli organisierte, konnte sie auf ein eingespieltes Team zählen. Auch die Aussteller sagten jeweils schon beim Abräumen wieder für das nächste Jahr zu. So sind das Team der Bibliothek, die Gruppe «Deutsch für Frauen» und die Kinderkrippe Kimi seit vielen Jahren dabei. Und nicht vergessen die feinen gluschtigen Esswaren aus Ungarn: Der «Verein PJN – Partnergemeinden Jàszkisér–Niederlenz» war viele Jahre Stammgast am Wähenstüblitag.

Mit der Erweiterung mit einem Hobbymärt im letzten Jahr konnte Ursula Radtke das Interesse der Bevölkerung noch steigern. Und es gab dazu eine Premiere: Zum ersten Mal seit vielen Jahren war Petrus dem Anlass nicht besonders gut gesinnt, die vielen Marktstände mussten kurzerhand in die Nebenräume der Kirche verlegt werden. Die Konsumationstische unter dem Altar und die Musikband gaben dem Anlass aber einen ganz besonderen Kick.

«Ja, das garstige Frühlingswetter sorgte beim gesamten Team für grosse Anspannung. Als dann die ersten Gäste den Hobbymärt besuchten und die Wähen in der Kirche genossen, waren wir alle erleichtert. Das diesjährige Wähenstübli hätte wieder in der gleichen Form stattgefunden. Denn es haben alle Ausstellenden bereits wieder zugesagt», schaute Radtke auf die «Sonderausgabe 2019» zurück. 

Nachfolge gesucht

Seit über 20 Jahren organisiert Ursula Radtke nun schon das Wähenstübli. «Nun ist für mich die Zeit gekommen, die Vorbereitung und die Durchführung in neue Hände zu übergeben, darum wird ein Organisationstalent gesucht, das mit rund 20 Freiwilligen gerne einen solchen Anlass plant und durchführt. Zusätzlich wird noch ein Allrounder gesucht, der für den gesamten Auf- und Abbau und den Fahrdienst zuständig ist.» Das Aufstellen der Stände, der Festbänke und des Buffets erfolgt mit Hilfe der vielen Freiwilligen. Ursula Radtke freut sich auf viele Rückmeldungen unter der Telefonnummer 062 891 50 53 oder per E-Mail an sekretariat@kirche-niederlenz.ch.

«An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim gesamten Wähenstübli-Team bedanken. Ohne dessen tatkräftige Mithilfe könnte ein solcher Anlass nicht durchgeführt werden.»

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