Reicht das «sehr gute Gefühl» für den Sieg in Dietikon?

Staufen Spitzenschwinger Nick Alpiger, 24, läutet am Samstag, 4. Dezember, bereits die neue Saison 2022 ein. Beim Niklausschwinget in Dietikon will er vor drei Jahren Verpasstes nachholen.

Duell im Sand: Die beiden Topfavoriten Samuel Giger und Nick Alpiger am kantonalen Schwingfest im Juni in Matzendorf. Foto: Patrick Lüthy
Duell im Sand: Die beiden Topfavoriten Samuel Giger und Nick Alpiger am kantonalen Schwingfest im Juni in Matzendorf. Foto: Patrick Lüthy

Nick Alpiger ist hörbar gut gelaunt, als ihn der Journalist nach Feierabend auf dem Handy erreicht. Mit einem «sehr guten Gefühl» fahre er am Samstag ins Zürcher Limmattal, um in Dietikon am 83. Niklausschwinget teilzunehmen, lässt Alpiger wissen. «Ich bin mit dem zu Ende gehenden Jahr 2021 zufrieden. Es war eine spezielle Saison, nicht nur für mich», sagt der eidgenössische Kranzgewinner von 2016. Eine überstandene Corona-Infektion, ein erfolgreicher Abstecher zu den NLA-Ringern der Ringerstaffel Freiamt und Mitte Oktober als gelungener Abschluss des Jahres der Sieg am 23. Olma-Schwinget – es waren intensive Wochen und Monate für den bärenstarken Staufner.

Zu reden gab in der Szene vor allem Alpigers Einsatz auf der Matte. Ende Oktober war er Teil jenes Freiämter NLA-Kaders, welches den Liga-Kampf gegen Kriessern gewann. Alpiger selbst siegte in seinem Duell gegen Noel Hutter gleich mit 14:4. Alpiger als Ringer, eine einmalige Sache? Er möchte sich nicht festlegen, sagt nur: «Ich bin immer offen dafür.» Bemerkenswert: Schon seit einigen Jahren ist der Eidgenosse ein gern gesehener Gast im Trainingscenter der Ringerstaffel Freiamt.

Auf die Frage, ob der Abstecher am kommenden Samstag in die Halle nach Dietikon eine Art wettkampfmässiges Training darstelle, winkt Alpiger ab. Er freue sich immer, wenn er schwingen könne, egal wo. «In Dietikon war ich früher auch schon. Dort herrscht immer eine schöne Stimmung», so Alpiger. Rund 70 Schwinger werden am Niklausschwinget in der Stadthalle teilnehmen, darunter figurieren vier eidgenössische Kranzschwinger. Alpiger ist einer davon, der 23-jährige Seetaler Andreas Döbeli aus Sarmenstorf ein zweiter.

Mit Dietikon haben sowohl Alpiger als auch Döbeli noch eine Rechnung offen. Alpiger verlor 2018 den Schlussgang gegen den Innerschweizer Pirmin Reichmuth. Döbeli stellte ein Jahr zuvor im Schlussgang mit Damian Egli, womit sich die beiden Zürcher Roman Schnurrenberger und Marco Nägeli als Co-Festsieger ausrufen lassen durften. Ein Sieg von Alpiger wäre insbesondere eine spezielle Sache, da der Staufner am Sonntag – also am Tag nach dem Dietiker Schwingfest – seinen 25. Geburtstag feiern darf.

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