Kampf den dreckigen Strassen

Niederlenz Zu Beginn des Jahres gab es Meldungen von Anwohnern wegen besonders verschmutzter Strassen rund ums Kieswerk. «Wir machen das Möglichste, um solche Situationen zu reduzieren und zu verhindern», sagen Verantwortliche der Kies Lenz AG.

Kämpfen für weniger Schmutz auf den Strassen: Martin Stücheli (Stadtrat Lenzburg), Michael Sutter (Geschäftsführer Kies Lenz AG), Anton Grob (Gemeinderat Niederlenz) und die betriebseigene Strassenreinigungsmaschine im Kieswerk Neumatte. Foto: F
Kämpfen für weniger Schmutz auf den Strassen: Martin Stücheli (Stadtrat Lenzburg), Michael Sutter (Geschäftsführer Kies Lenz AG), Anton Grob (Gemeinderat Niederlenz) und die betriebseigene Strassenreinigungsmaschine im Kieswerk Neumatte. Foto: Fritz Thut

Die Kies Lenz AG gehört den beiden Ortsbürgergemeinden Lenzburg und Niederlenz und trägt einen wesentlichen Teil zu den Einnahmen dieser Organisationen bei. Die AG betreibt die beiden Gruben Neumatte in Niederlenz und Lenzhard in Lenzburg.

Auf den Zufahrtsstrassen zu den beiden Kieswerken gab es in den Monaten Januar und Februar besonders viel Verkehr und – bedingt durch die Wetterbedingungen – die zu- und wegfahrenden Lastwagen sorgten für besonders viel Schmutz. Verschiedene Rückmeldungen von Anwohnern waren die Folge.

«Wir verstehen den Unmut der Anwohner», sagte der fürs Kieswerk zuständige Lenzburger Stadtrat Martin Stücheli bei einem Augenschein in der Zufahrt zum Kieswerk Neumatte. Er, sein Niederlenzer Amtskollege Anton Grob und Kies-Lenz-Geschäftsführer Michael Sutter versicherten, dass «alles Mögliche unternommen wird, um die Belastungen der öffentlichen Strassen in Grenzen zu halten».

Dass es Anfang Jahr zu überdurchschnittlichen Verschmutzungen gekommen ist, habe verschiedene Gründe. Im zweiten Coronajahr habe «die Bautätigkeit wieder angezogen» (Sutter). Zudem seien wegen des Wetters viele andere Gruben geschlossen gewesen, weshalb viele Bauunternehmen auf Niederlenz ausgewichen seien. 3000 bis 4000 Kubikmeter Material sei an Spitzentagen umgeschlagen worden. Bei einer Kapazität von 15 Kubikmeter pro Lastwagen ergibt dies über 200 Fahrten pro Tag.

Kies Lenz AG liefert nicht nur Rohstoff für die Bauindustrie. Die beiden Gruben will man möglichst schnell wieder auffüllen und rekultivieren, weshalb fleissig Aushubmaterial angeliefert wird. An den Lastwagenrädern bleibt bei Regen und Schnee Schlamm kleben. Mit Wasserdüsen werden die Pneus bei der Ausfahrt gereinigt; beim Kieswerk Lenzhard wird in den nächsten Monaten eine neue Radwaschanlage installiert.

Eigene Strassenputzmaschine

Zudem wird die betriebseigene Strassenreinigungsmaschine auf den Zufahrten eingesetzt. Mit dem trockeneren Wetter und dem schon jetzt zu beobachtenden Rückgang der täglichen Fahrten sollte sich die Situation weiter entschärfen. «Jetzt gerade läuft es wieder gut», so Gemeinderat Grob am letzten Freitag.

Um die öffentlichen Strassen von dem betriebsinternen Direktverkehr zwischen Neumatte und Lenzhard zu entlasten, wird gegenwärtig von einer eigens eingesetzten Arbeitsgruppe eine direkte Verbindung geprüft. Dies wäre ein Ansatz, um die Schmutzprobleme auf den öffentlichen Strassen langfristig zu lösen.

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