In die lange Pause auf einem Abstiegsplatz

FC Othmarsingen Der Fussball ruht in den unteren Ligen – es ist Winterpause. Zeit für eine sportliche Bilanz der Bünztaler 2.-Liga-Kicker.

<em>Er ist wieder da: </em>Torminator Gezim Zeqiraj (im weissen Dress). Fotos: Ruedi Burkart

<em>Er ist wieder da: </em>Torminator Gezim Zeqiraj (im weissen Dress). Fotos: Ruedi Burkart

<em>Mässig zufrieden: </em>Trainer Beat Dünki.

<em>Mässig zufrieden: </em>Trainer Beat Dünki.

Die Othmarsinger durchlebten eine turbulente erste Saisonhälfte. Nach 13 gespielten Runden liegen sie mit elf Punkten und einer Tordifferenz von minus 15 auf dem 13. Tabellenrang, nur zwei Mannschaften sind hinter ihnen klassiert. Der erste Nichtabstiegsplatz ist drei Zähler entfernt. «Es ist nicht immer nach Wunsch gelaufen», sagt FCO-Trainer Beat Dünki lakonisch. Der Abschluss der Vorrunde war bezeichnend für den bisherigen Verlauf der Meisterschaft: Gegen den Tabellenvorletzten Niederwil setzte es eine 2:3-Heimpleite ab, das entscheidende Gegentor fiel in der Nachspielzeit. Kein Zweifel: Für die Othmarsinger kommt die Winterpause keine Woche zu früh.

Der 60-jährige Beat Dünki ist seit sage und schreibe 1985 Trainer des Dorfvereins. Er übernahm den Klub von der Falkenmatt in der 5. Liga und schaffte im Frühling 2014 den Aufstieg in die 2. Liga. Dort hält sich der Klub seither wacker und setzte immer wieder positive Ausrufezeichen. So stellte man zweimal in Folge mit Gezim Zeqiraj den Liga-Topskorer und qualifizierte sich letzte Saison für den Cupfinal (1:2-Niederlage gegen Mutschellen). Dass sich die Othmarsinger in der laufenden Saison in der Tabelle gegen hinten orientieren müssen, zeichnete sich schon vor dem ersten Spiel ab. Denn neben Stürmer Zeqiraj verliessen weitere Routiniers den Klub und schlossen sich der Konkurrenz an. Dünki nahm es sportlich und holte ein halbes Dutzend Nachwuchsspieler in die 1. Mannschaft.

Plötzlich war die 85 wieder da

Der Fussball ist schnelllebig. Ende September meldete sich Zeqiraj nach seinem Kurz-Intermezzo mit Drittligist Bremgarten wieder zurück, streifte sich das Othmarsinger Dress mit der Rückennummer 85 über und macht seither wieder das, was er am besten kann: Tore schiessen. In bisher vier Einsätzen seit seiner Rückkehr netzte der 34-Jährige viermal ein. Ein anderer Rückkehrer hatte Pech: Dölf Bieri (21) schloss sich ebenfalls während der Vorrunde dem FCO an, zog sich aber schon im ersten Einsatz nach 30 Minuten einen Bruch des Mittelfussknochens zu. «Dölf wird zum Beginn der Rückrunde bereit sein», sagt Dünki.

In den bisherigen 13 Meisterschaftspartien machten die Othmarsinger immer auf sich aufmerksam, im Guten wie im Schlechten. Zum Start siegten sie bei Aufsteiger Sarmenstorf mit 3:0, gegen Kölliken gewannen sie das Torfestival mit 5:3 und gegen Wohlen II gingen sie beim 10-Tore-Spiel mit fliegenden Fahnen unter – 4:6-Niederlage. Der Start in die Rückrunde erfolgt am Sonntag, 22. März 2020, mit einem Heimspiel gegen Sarmenstorf.

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