Hilfe für die Gelbbauchunken
Möriken-Wildegg Am Haslirain in Möriken investiert die Stiftung Klas 200 000 Franken, um Amphibien und Wildbienen das Leben angenehmer zu machen.
Am westlichen Dorfrand von Möriken befindet sich das Gebiet Haslirain, eine Grünfläche mit vielen Sträuchern und Weihern. Bis vor einigen Jahren war der Haslirain auch das Zuhause einer grösseren Population von Gelbbauchunken. Aber die beiden Parzellen, die zunehmend von Büschen überwuchert werden, eignen sich immer weniger als Heimat für diese seltenen Pionieramphibien. «Die Tiere benötigen stark besonnte, sehr flache Tümpel», erklärt Philipp Schuppli, Geschäftsführer der Apiaster GmbH. Das Planungsbüro aus Buchs hat für die Stiftung Klas, bei der Schuppli ebenfalls Geschäftsführer ist, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Bewirtschaftenden (Kultur-Landschaft Aare-Seetal) die Aufwertung und Neugestaltung des Gebietes vorbereitet. Für das Projekt liegt vom 17. April bis am 18. Mai ein Baugesuch bei der Gemeinde auf.
Doch was ist geplant, um der Gelbbauchunke das Leben im Haslirain wieder angenehmer zu machen? «Die Sträucher und Büsche auf den Parzellen werden teilweise entfernt, um die Besonnung zu verbessern. Die alten Weiher werden neu ausgehoben und mit neuer Folie ausgestattet», so der Projektleiter. Auch bei der Tiefe der Weiher wird auf die Präferenzen der Amphibien geachtet. Sie sind maximal 0,6 Meter tief. Zusätzlich ist auf den Parzellen eine bis zu drei Meter hohe Sandwand geplant. «Die Wand soll natürliche Sandwände imitieren, die früher häufig an Flüssen zu finden waren», so Schuppli. Ziel ist es, dass Höhlenbrüter wie die Uferschwalbe, aber auch seltene Wildbienen künftig die Wand besiedeln.
Gemeinsam mit bereits erfolgreich umgesetzten Feuchtgebietsaufwertungen in Möriken kann die Auenlandschaft von nationaler Bedeutung an der Bünz wieder besser mit den wertvollen Lebensräumen am Chestenberg vernetzt werden. Seltene Amphibien und zahlreiche andere Tierarten profitieren davon ganz besonders. Die Umsetzung ist für den Herbst geplant, umgesetzt wird es vom lokalen Forstbetrieb. «Wir rechnen mit rund 1,5 Monaten Arbeit. Dabei müssen wir aufs Wetter achten, wenn es zu nass ist, schädigen wir den Boden.» Die Apiaster GmbH wird das Projekt auch weiter begleiten, um zu prüfen, wie die Tierwelt die veränderte Umgebung annimmt. Die Kosten für die Arbeiten am Haslirain belaufen sich gemäss Schuppli auf 200000 Franken. Geld für die Umsetzung erhält die Stiftung Klas unter anderem vom Naturschutzprogramm des Kantons Aargau, vom «naturemade Star-Fonds» von EWZ, dem Ökofonds von Alpiq und der Gemeinde Möriken-Wildegg.







