Grosses Interesse an der Hauptübung der Feuerwehr Chestenberg
Möriken-Wildegg Es herrschte reger Betrieb an der diesjährigen Hauptübung der Feuerwehr Chestenberg am letzten Samstag vor dem und im Feuerwehrlokal in Möriken. Zum 20-Jahr-Jubiläum erstellte Holzkünstler Lukas Senn einen Feuerwehrmann, der einen fixen Standplatz im Magazin erhält.
Draussen vor dem Magazin standen Fahrzeuge zur Besichtigung, Teams von Atemschutz, Sanität und Verkehrsdienst standen für das Publikum Red und Antwort und die Alpinlift Helikopter AG führte Helikopterrundflüge durch. Auf der Feuerwehrleiter gings hoch hinauf und in der Hüpfburg tummelten sich die Kinder. Das Feuerlöschen mit dem Schlauch begeisterte Klein und Gross und wer bei Lukas Senn vorbeischaute, durfte je nach Windstoss hin und wieder Sägemehl einatmen.
Viel zu tun von Anfang an hatte die Verpflegungscrew, alle Tische waren stets gut besetzt und an der Ausgabebank der feinen Bratwürste mit Pommes frites und der Getränke stand eine Dauerwarteschlange von mehreren Metern.
20 Jahre Feuerwehr Chestenberg
Holderbank, Niederlenz und Möriken-Wildegg beschlossen an ihren Wintergemeindeversammlungen im November 2004 den Zusammenschluss zur Feuerwehr Chestenberg und am 13. Mai 2006 wurde das neue gemeinsame Feuerwehrmagazin unterhalb der Mörkner Kirche feierlich eingeweiht. Die Feuerwehr Chestenberg war bei ihrer Gründung für 8500 Einwohner zuständig und der Bestand von über 200 aktiven Feuerwehrleuten wurde auf vorerst 120 und im Laufe der Jahre auf rund 100 Aktive – motivierte und gut ausgebildete Frauen und Männer – reduziert. Diese Motivation spürte man als Besuchender auch an der Hauptübung und für Kommandant Hptm Vajithan Somasundaram bedeutete der Grossaufmarsch auch ein «herzliches Dankeschön» an die Feuerwehrleute, die für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen.
Ein spannendes Hobby
Seit Jahren ist an den Hauptübungen der Feuerwehr Chestenberg auch die Regio Jugendfeuerwehr Lenzburg (RJFWL) mit interessanten Vorführungen vertreten. Auch dieses Jahr zeigten sie wieder, was sie an ihrem Hobby mit spannenden Trainings und Wettkämpfen begeistert.
Innert kürzester Zeit wurden vom TLF her Wasserschläuche verlegt und schon waren sie für eine Löschübung bereit. Im Jahre 2018 übernahm Ben Jäger die Leitung der Regio Jugendfeuerwehr Lenzburg und formte diese auf eine ganz neue Linie. Viele Strukturen und Abläufe mussten angepasst werden. «Es gab mehr zu tun, als nur Prozesse zu überarbeiten», sagte er in einem Interview mit dieser Zeitung, «und es allen – den Jugendlichen, den Feuerwehren, den Gemeinden und dem Verein – recht zu machen, konnte herausfordernd sein.»
Unter seiner Leitung wuchs die Zahl der Jugendlichen bis auf die maximale Anzahl von 50 Jugendlichen an, mit wachsender Warteliste. Im Jahre 2019 traten die Feuerwehr Chestenberg und ein Jahr später die Feuerwehr Maiengrün dem Verein bei und der Vorstand wuchs damit von 3 auf 15 Mitglieder an. Neue Gruppen wie die Wettkampf- und Atemschutzgruppe wurden gegründet und es gab neue Uniformen und Helme. Jäger entwickelte ein standardisiertes Ausbildungskonzept mit zwei Zügen – den Salamandern und den Drachen – mit jährlich 11 Übungen insgesamt. Ben Jäger übergab Ende März das Präsidium an Oblt Serge Richner, der umfangreiche Bereich «Chef Event» leiten neu Sdt Chantal Grolimund und Fw Marco Hobi. Als Verein der Feuerwehren Lenzburg, Chestenberg und Maiengrün sind Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren willkommen. Mehr dazu unter www.lodur-junior.ch.







