Greifzangen statt Fischerruten

Für einmal stellten Angler nicht Fischen nach, sondern entfernten allerhand Unrat aus ihrem Fischgewässer. Im Rupperswiler Steinerkanal wurde auch ein Schoppefläschli gefunden.

Unrat aus Gewässer gefischt: Mitglieder des Rupperswiler Fischerclubs Steinerkanal nach der Putzete.
Unrat aus Gewässer gefischt: Mitglieder des Rupperswiler Fischerclubs Steinerkanal nach der Putzete.

Am letzten Samstagvormittag wurde der Verein «Fischerclub Steinerkanal» nicht beim Fischen beobachtet, sondern beim Bachputzen. Genauer: beim Unrateinsammeln im Steinerkanal von der Holzbrücke Rupperswil bis zur Einmündung in die Aare.

Diese Arbeit auf 1,4 Kilometern Länge ist seit sieben Jahren fester Bestandteil des Club-Jahresprogramms. Fachmännisch eingekleidet und ausgerüstet mit Greifzangen und Kehrichtsäcken stiegen die Vereinsmitglieder vollzählig mit Rolf Acklin, Peter Berner, Hansruedi Hofer, Marcel Kurmann, Adrian Schlatter und Martin Tschumi ins Wasser.

Stolz oder Schande?

Die sechs Männer dürfen auf ihren Einsatz stolz sein. Doch was sie vorfanden, kommt einer Schande gleich. Plastikfetzen, PET-Flaschen, Getränkedosen, Bleche, Elektrokabel, Styroporstücke, Glasscherben und ein oranger Absperrpfosten. Welches Kind vermisst wohl sein Schoppefläschli? Ein Töffli, ein Velo oder eine Kindermatratze waren diesmal, im Gegensatz zu früher, nicht dabei.

Der Gemeinderat zeigt sich dankbar über die Aktion, und das Bauamt wird das Sammelgut gerne entsorgen. «Wir wollen freiwillig der Natur etwas zurückgeben», erklärt Adrian Schlatter. Im Raum des Steinerkanals darf zu Recht von Natur gesprochen werden. Ein Eisvogel fliegt davon, eine 6-köpfige Entenfamilie ist unterwegs und zu beobachten ist eine Wasseramsel.

Die Biberfamilie lässt sich hingegen nicht blicken, doch ihre Spuren bis hin zu vielen gefallenen Bäumen sind unübersehbar. Was wächst, kreucht, fleucht und schwimmt, darf sich freuen. Die Fischerkameraden haben ihre Stube aufgeräumt.

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