Gesund und ausgewogen ernähren bis ins hohe Alter

Rupperswil Das Alterszentrum Länzerthus organisiert für die Gemeinden Rupperswil, Auenstein, Hunzenschwil und Schafisheim einen Mahlzeitendienst für ältere Personen, die in ihren eigenen vier Wänden wohnen, denen aber das Einkaufen und das Kochen zunehmend schwerfallen.

Die Portionen werden vom Küchenteam in Teller abgefüllt.Foto: Peter Winkelmann

Die Portionen werden vom Küchenteam in Teller abgefüllt.Foto: Peter Winkelmann

Bereit: Die blauen Boxen werden von Reinhard Marti und Luciano Macchi von Nicole Süss und Thomas Brunner (v.l.n.r.) übernommen.Foto: pwi

Bereit: Die blauen Boxen werden von Reinhard Marti und Luciano Macchi von Nicole Süss und Thomas Brunner (v.l.n.r.) übernommen.Foto: pwi

Die blauen Boxen stehen bereit: Jede Box ist genau beschriftet, welche Menüauswahl hineinkommt.Foto: Peter Winkelmann

Die blauen Boxen stehen bereit: Jede Box ist genau beschriftet, welche Menüauswahl hineinkommt.Foto: Peter Winkelmann

Die Mahlzeitendienstfahrerinnen und -fahrer vom Länzerthus liefern von Montag bis Sonntag frisch zubereitetes Mittagessen in Warmhalteboxen an die Haustüre.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig, denn sorgfältig zubereitete Speisen für Seniorinnen und Senioren liefern wertvolle Nährstoffe in hoher Qualität.

Vielfach einziger Kontakt im Alltag

Luciano Macchi ist seit rund zwei Jahren als freiwilliger Mahlzeitendienstfahrer im Einsatz. Der LBA durfte Luciano Macchi auf seiner Tour begleiten und konnte dabei nebst vielen tollen Begegnungen auch einen Einblick in die Vorbereitungen in der Länzerthu-Küche erleben.

Macchi wollte nach seiner Pensionierung noch etwas Gutes tun, noch fit bleiben. Über einen Kontakt zu Reinhard Marti, selber langjähriger Fahrer im Mahlzeitendienst, stellte er fest, dass das für ihn eine interessante Freizeitbeschäftigung sein könnte.

Macchi ist ein geselliger Mann, der mit seinem klangvollen Berndeutsch in jedes Haus nur gute Stimmung bringt. «Es ist für mich eine schöne Aufgabe, den vielen lieben Frauen und Männern von Montag bis Sonntag ein feines Essen vorbeizubringen», erzählte er während der Fahrt durch Rupperswil, Hunzenschwil und Schafisheim.

Überall wurde er liebevoll erwartet, ein paar Worte wurden gewechselt, während er die blaue Box mit dem warmen Mittagessen übergab und die Box der letzten Lieferung zurücknahm. «Ich habe schon viele Freundschaften erfahren und vielen geht es nicht immer gut, können jedoch noch zu Hause wohnen», erzählte er weiter, «aber wir sind für sie vielfach der einzige Kontakt in ihrem Alltag.»

Vor dem Länzerthus wieder angekommen, wartete Macchi auf seinen Kollegen Reinhard Marti, der Auslieferungen auch nach Auenstein machte. «Wir sind eine kollegiale freiwillige Gruppe», sind sich beide einig, «wir können selber bestimmen, wann und wie viel wir fahren wollen.» Gleichzeitig machten beide Werbung für neue Mitarbeitende für den freiwilligen Mahlzeitendienst.

Unabhängig zu Hause sein

Das Angebot vom Mahlzeitendienst unterstützt Menschen so weit, dass sie immer noch unabhängig zu Hause sein können und trotzdem eine wertvolle, reichhaltige Verpflegung sichergestellt ist. «Es ist für uns schön zu wissen, dass das Angebot in den vier Gemeinden sehr geschätzt wird», meinte dazu Barbara Schelker, Leiterin Hotellerie und Infrastruktur.

Thomas Brunner, Leiter Verpflegung, erwähnte auch den grossen Aufwand für diverse administrative Aufgaben wie Telefonate und die Organisation: «Aber die Zubereitung kann mit den anderen Angeboten vom Länzerthus kombiniert werden und wir alle machen das aus Leidenschaft für die Kunden sowie auch für uns.»

Pro Woche werden rund 120 Mahlzeiten ausgeliefert und aktuell sind acht Mahlzeitdienstfahrerinnen und -fahrer im Einsatz, von denen die meisten bis zu drei Einsätze pro Woche leisten. Für Nicole Süss, Koordinatorin freiwillige Mitarbeitende, ist diese Zusammenarbeit in ihrem Alltag im Länzerthus wertvoll: «Sie alle schenken ihre Zeit, um den Kundinnen und Kunden ein gesundes, leckeres Essen zu liefern. Dies motiviert und inspiriert mich beruflich wie persönlich. Ich bin mir sicher, dass nicht nur das Essen, sondern auch der Kontakt zu den Fahrern den Tag unserer Kunden bereichert.»

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