Gemeinderat verzichtet auf mehr Lohn

Rupperswil An der Einwohnergemeindeversammlung vom letzten Freitag, 6. Juni, wurden alle Traktanden einstimmig angenommen. Überraschungen blieben aus.

Platz für neue Arbeitplätze: Bei der ehemaligen Kläranlage wird ein Neubau entstehen. Foto: pwi

Es war vermutlich nicht nur das regnerisch-stürmische Wetter, dass gerademal 76 Stimmberechtigte – von insgesamt 3680 – in die Sporthalle kamen. Vielmehr war es die Traktandenliste, die zu keinen spannenden Diskussionen führen konnte.

Die Jahresrechnung 2024, zwei Kreditabrechnungen, vier Einbürgerungen, der Kredit von 666 000 Franken für die Fertigstellung des Mattenwegs und auch der Baurechtsvertrag für das Grundwasserpumpwerk im Waldgebiet «Suret» wurden diskussionslos angenommen. Es geht um eine Entschädigung für das Einräumen eines selbstständigen und dauernden Baurechts für eine Dauer von 80 Jahren an einer Fläche von 449 m2 im Gebiet «Suret» auf Gemeindegebiet von Buchs. Involviert in diesen Vertrag sind auch die Gemeinden Hunzenschwil und Staufen, wobei der Anteil von Rupperswil am jährlichen Beitrag von 12 000 Franken knapp 50 Prozent beträgt.

Im Traktandum «Genehmigung Gemeinderatsentschädigung für die Amtsperiode 2026–2029» wurde vom Gemeinderat erläutert, dass er auf eine Lohnerhöhung verzichte, obwohl sich die Bevölkerungszahl weiter um knapp 600 Personen erhöht hat, was auch wieder mehr Arbeit für die Mitglieder bedeutet. Stattdessen empfahl er die Aufnahme in die berufliche Vorsorge analog den Mitarbeitenden der Verwaltung. Dieser Schritt ist zwar auch mit Mehrkosten verbunden – man sprach von jährlichen Kosten von rund 22 000 Franken. Dazu gab es von den Anwesenden nichts zu beanstanden, der Antrag des Gemeinderates wurde einstimmig angenommen. Wegen der niedrigen Teilnahme fallen aber alle Beschlüsse unter das fakultative Referendum.

Das teilrevidierte Friedhof- und Bestattungsreglement war nach einer umfassenden Revision auf Anfang 2023 in Kraft gesetzt worden. Gezeigt hat sich, dass der auf Rupperswil entfallende Aufwand massiv gestiegen ist. Mit den Reglementsänderungen und dem Ja durch die Versammlung kann nun eine Entlastung der stark strapazierten Gemeinderechnung erreicht werden.

Arbeitsplatzverlagerung dank Neubau

Die Traktanden der vorgängigen Ortsbürgergemeindeversammlung interessierten gerade mal 15 Personen von insgesamt 235 Stimmberechtigten. Die beiden Anträge des Gemeinderates – Jahresrechung 2024 und der Organisationsstatus der Ortsbürgergemeinde – wurden auch hier diskussionslos und einstimmig beschlossen.

Auch der Baurechtsvertrag für eine Fläche von knapp 8700 Quadratmetern an der Industriestrasse mit der Firma BWR AG aus Erlinsbach, die einen Neubau auf dem Areal der ehemaligen Kläranlage Lotten plant, wurde angenommen. Die ganze Parzelle beträgt knapp 9430 Quadratmeter, eine Teilfläche von 730 Quadratmetern wird dem Wasserfahrverein Rupperswil wie bis anhin kostenlos zur Nutzung überlassen.

Kurz nach 21 Uhr waren beide Versammlungen ganz im Sinne des Gemeinderates beendet und die Anwesenden gingen nach kurzen Diskussionen in die windige, regnerische Nacht hinaus.

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