Einkaufserlebnis in der Gärtnerei

Holderbank In der Gärtnerei des Effingerhorts laufen die Vorbereitungen für den Setzlingsverkauf auf Hochtouren.

Benedikt Frei: Hat mit seinem Team auch in Privatgärten Einsätze, zum Beispiel um Hecken zu schneiden. Foto: Deborah Bläuer

Benedikt Frei: Hat mit seinem Team auch in Privatgärten Einsätze, zum Beispiel um Hecken zu schneiden. Foto: Deborah Bläuer

Sind in vollem Gange: Die Vorbereitungen für den Setzlingsverkauf. Foto: Deborah Bläuer

Sind in vollem Gange: Die Vorbereitungen für den Setzlingsverkauf. Foto: Deborah Bläuer

Markus Irion: Ist einer von fünf Bewohnern, die in der Gärtnerei arbeiten. Foto: Deborah Bläuer

Markus Irion: Ist einer von fünf Bewohnern, die in der Gärtnerei arbeiten. Foto: Deborah Bläuer

Der Lenz ist da, nicht nur in Lenzburg, sondern auch in Holderbank. Hier lanciert der Effingerhort jahreszeitentsprechend einen Setzlingsverkauf mit vielen Pro-Specie-Rara-Sorten. Ganze dreissig Tage lang, und zwar vom 25. April bis und mit 25. Mai, wird der Setzlingsverkauf stattfinden, jeweils von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr. Aber nicht nur ein Verkauf, sondern ein echtes Einkaufserlebnis soll geboten werden, wie Benedikt Frei, Leiter der Gärtnerei, erklärt. So haben die Kunden die Möglichkeit, die Gewächshäuser zu besichtigen und zu sehen, wie und von wem die Setzlinge produziert werden. Zudem wird auch Beratung rund um die Hege und Pflege der Pflänzchen angeboten.

Kein Tag ist wie der andere

Fünf Bewohner vom Effingerhort arbeiten in der Gärtnerei, daneben zwei Zivildienstleistende und natürlich Benedikt Frei. «Ich habe nur gute Mitarbeiter», freut sich der ausgebildete Gärtner, Florist und Arbeitsagoge. So sei zum Beispiel Stefan Hinnen, der seit sieben Jahren in der Gärtnerei tätig ist, ein zuverlässiger Stellvertreter. Benedikt Frei gefällt es, dass hier kein Tag gleich wie der andere ist. Zwar gebe es manchmal auch Herausforderungen, räumt er ein. Wenn jemand schlechte Laune habe oder nicht so motiviert sei, sei es manchmal nicht ganz einfach, diese negative Stimmung wieder in positive Bahnen zu lenken. Dabei sei es wichtig, dass die Leute Erfolgserlebnisse hätten, erklärt er. So würden ihre Motivation, ihre Selbstbestimmung und ihr Selbstwertgefühl gesteigert. «Ich schaue immer, wo die Ressourcen der Bewohner sind», sagt er.

In der Gärtnerei ist man stolz darauf, dass von A bis Z alles vor Ort produziert wird und zwar nach Bio Suisse Richtlinien: vom Aussähen über das Eintopfen bis hin zum Ernten.

Abteilungen helfen einander aus

Auch weggeworfen wird nichts, Setzlinge, die nicht verkauft werden, werden behalten und ausgereift. Ihre Erträge werden später geerntet und verkauft oder für die Küche vom Effingerhort verwendet. Generell arbeiten die verschiedenen Bereiche der Institution eng zusammen, so haben etwa die Mitarbeiter des Landwirtschaftsbetriebes ein Hochbeet gebaut. Und jetzt in der strengen Zeit kurz vor dem Setzlingsverkauf helfen die Leute aus dem Atelier in der Gärtnerei aus. Die Gärtnereimitarbeiter ihrerseits unterstützen das Atelier, wenn es um die Vorbereitung der Adventsausstellung im November geht. Aber eigentlich habe man sowieso das ganze Jahr über zu tun, erklärt Benedikt Frei. Sei es von der Ernte über Projekte wie etwa den Bau einer Trockensteinmauer bis hin zu Wartungsarbeiten. Diese Abwechslung schätzen wohl auch Antonio Conceicao und Markus Irion, die auf die Frage, was ihnen an ihrer Arbeit hier gefalle, eine kurze, aber knackige Antwort parat haben: «Alles.» «Mir gefällt es, dass man bei der Arbeit die Natur kennenlernt», findet hingegen Mitarbeiter Christoph Bär.

Benedikt Frei hofft, dass der Setzlingsverkauf viele Leute anspricht und zahlreiche Besucher zum Effingerhort kommen, was pandemiebedingt lange nicht möglich war.

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