Ein «casa popolare» für Jung und Alt

Staufen Die Ortsbürger planen auf der noch freien Parzelle am Juraweg ein Mehrfamilienhaus mit elf Wohnungen. Ein Neubau für Jung und Alt, der sich von den übrigen Mehrfamilienhäusern im Dorf unterscheidet.

Scheut keine Vergleiche: Das geplante Mehrfamilienhaus am Juraweg. Visualisierung: Büro BEM
Scheut keine Vergleiche: Das geplante Mehrfamilienhaus am Juraweg. Visualisierung: Büro BEM

Am 16. Dezember entscheidet die Ortsbürgergemeindeversammlung Staufen über einen Kredit von 5,26 Millionen Franken für den Neubau eines Mehrfamilienhauses am Juraweg. Was am 14. Juni 2019 in die Wege geleitet wurde, hat nun Gestalt angenommen. Damals bewilligte die Versammlung einen Kredit von 196000 Franken, um einen Gesamtleistungswettbewerb durchführen zu können.

«Vorgängig zum Gesamtleistungswettbewerb fand in den Monaten September bis November 2019 die Präqualifikation zur Auswahl der bestqualifizierten Teams aus Totalunternehmern und Architekten statt», lässt sich der Einladung zur Ortsbürgergemeindeversammlung entnehmen. Das Projekt reizte. Nicht weniger als elf Teams bewarben sich für die Aufgabe. Sechs wurden zum anonymen Gesamtleistungswettbewerb unter dem Motto «Neubau Mehrfamilienhaus Jung und Alt» zugelassen. Mit der Ausführung betraut wurde schliesslich das Team Wetter Industrie- und Gewerbebau AG, Remetschwil, mit den BEM Architekten, Baden. Das Siegerprojekt trägt den Namen «casa popolare».

Unvergleichbarer Bau

Der Neubau kommt als Massivbau daher, trotzdem fein gegliedert und verkleidet mit einer druckimprägnierten Holzverschalung. Versprochen wird Funktionalität, Zweckmässigkeit und Wohnlichkeit. Das Mehrfamilienhaus soll auf der Seite des Juraweges drei und auf der südlichen Seite vier Geschosse aufweisen, um so allen Wohnungen die beste Besonnung und schöne Ausblicke zu ermöglichen sowie gleichzeitig auf die Nachbarschaft im Norden Rücksicht zu nehmen. Umweltschutz wird grossgeschrieben. Stichworte sind Grundwasserwärmepumpe, optimierte Wärmedämmung, kontrollierte Wohnungslüftung und allenfalls eine Fotovoltaikanlage.

Bereichernder Mix erwünscht

Dass zehn der elf Wohnungen zweieinhalb Zimmer aufweisen, führt zu Fragen. Gemeindeammann Otto Moser hat Antworten. Er persönlich und eine Arbeitsgruppe haben sich umgehört und die Wohnbedürfnisse der Dorfbevölkerung in Erfahrung gebracht. Die Ortsbürger möchten alleinstehenden Personen Mietwohnungen anbieten für Jung und Alt und streben einen bereichernden Mix an. Die Gemeinschaftswohnung im Erdgeschoss mit einem Gemeinschaftsraum stützt die Bestrebungen und die sozialen Aspekte. Wenn alles nach Plan verläuft, können im März 2023 die Zügelwagen auffahren.

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