Deutliches Ja zum neuen Gemeindehaus

Othmarsingen Das neue Gemeindehaus kann gebaut werden. An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung sagte der Souverän mit 87 zu 14 Stimmen «Ja» zum geplan-ten Neubau.

Die ausserordentliche Gemeindeversammlung zog über 100 Stimmbürger an.Foto: Romi Schmid

Mittwochabend, kurz nach halb acht Uhr. Gemeindeammann Hans Rätzer begrüsst die über 110 Anwesenden Stimmbürger in der Mehrzweckhalle Othmarsingen. Wichtigstes Traktandum an dieser ausserordentlichen Gemeindeversammlung: Der Kreditantrag für den Neubau des Gemeindehauses. Denn: Das bisherige Gemeindehaus ist alt, ein Ersatz ist dringend notwendig – fehlende Diskretion, zu kleine Wartezonen, nicht behindertengerechte Zugänge sowie nicht zeitgemässe sanitäre Einrichtungen und Aufenthaltsräume sind einige der Punkte, die am heutigen Gemeindehaus suboptimal sind.

Vierstöckig mit siebenWohneinheiten

Rätzer begrüsst die zahlreichen Anwesenden und stellt das Projekt, das zuvor auch schon an einer ausführlichen Infoveranstaltung präsentiert wurde, nochmals detailliert vor und weist auf seine Vorzüge hin. Gebaut werden soll das neue Gemeindehaus an der Lenzburgerstras-se 4, dort, wo früher der «Pflug» stand. Im Erdgeschoss wird auf 300 Quadratmeter Fläche die Verwaltung eingerichtet. Der zentrale Schalter, die Toiletten und der Putzraum werden in Massivbauweise erstellt, alle anderen Räumlichkeiten wie Wartezone, Besprechungszimmer und drei Büros in Lichtbauweise könnten also bei anderweitigem Raumbedarf angepasst werden.

Das erste Obergeschoss ist zweigeteilt, im östlichen Teil sind weitere Sitzungszimmer und ein Aufenthaltsraum für das Personal geplant.

Applaus fürs neue Gemeindehaus

Der westliche Teil des Hauses besteht aus einer 3,5-Zimmer-Wohnung. In den zwei Stockwerken darüber werden jeweils drei Wohnungen mit 2,5-, 3,5- und 4,5-Zimmer-Wohnungen geplant, welche dann durch die Gemeinde vermietet werden. Im Untergeschoss befinden sich, neben dem technischen Bereich, 14 Tiefgaragenplätze für die Mietwohnungen. Im Anschluss an die Informationen gab es einige Wortmeldungen – ein Grossteil bezog sich auf die Parkplatz-Situation. So wurde etwa hinterfragt, ob am neuen Standort genügend Parkplätze zur Verfügung stehen und ob Wildparkierer im angrenzenden Wohngebiet zu befürchten seien. Im Anschluss an die rund ein Dutzend Wortmeldungen schritt Rätzer zur Abstimmung: Mit 87 Ja- zu 14 Nein-Stimmen nahmen die Stimmberechtigten den Kredit von 9,9 Millionen Franken deutlich an.

Dem Gemeinderat war die Erleichterung deutlich anzusehen, als die Othmarsingerinnen und Othmarsinger ihren Beschluss mit einem kräftigen Applaus untermalten: Was lange währt, wird endlich gut.

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