Gruppenbild mit der Kirchenpflege:  Im Zentrum Pfarrer Christian Vogt. Foto: Dorothea Gysel
Gruppenbild mit der Kirchenpflege: Im Zentrum Pfarrer Christian Vogt. Foto: Dorothea Gysel

Es ist Zeit, Adieu zu sagen

Veltheim Im Abschiedsgottesdienst wurde Christian Vogt von den Pflichten als Pfarrer der reformierten Kirche Veltheim-Oberflachs entbunden. Die Kirchgemeinde lässt ihn nur sehr ungern ziehen.

Alfred gassmann

Der Hausrat ist zusammengepackt. Am 12. Oktober bricht der Zügelwagen auf nach Frick. Der weitere Weg von Christian Vogt führt in die Kirchgemeinde Frick. «Vor neun Jahren habe ich in der Reformierten Kirchgemeinde Veltheim-Oberflachs meine erste Pfarrstelle angetreten. «Per Ende September ziehen meine Frau Natalie und ich weiter. Jetzt ist es Zeit, Adieu zu sagen», schreibt Vogt zu seinem Abschied. 

Im Gottesdienst vom 13. September wurde Christian Vogt von Christine Straberg, Dekanin des Dekanats Brugg, von seiner Aufgabe als Pfarrer entbunden. «Es waren neun wunderbare Jahre. Ich bin dankbar für die Diskussionen, die wir führten, für die Feste, die wir feierten, und die Tränen, die wir gemeinsam vergossen», drückt sich Christian Vogt aus. Und er erinnerte an das miteinander Erlebte: An Frohes und Helles, aber auch Dunkles und Schmerzhaftes. 

Schliesslich dankte er für alle Begegnungen, für alle offenen Worte, für jede Unterstützung und wünschte den Gläubigen und der Kirchgemeinde alles Gute und Gottes lebensspendenden Segen. Er vergass niemanden zu erwähnen, bis hin zu Sigristin Hanni Streit, die von ihm einen Blumenstrauss entgegennehmen durfte. 

Losungswort wurde Hoffnungswort

Als Christian Vogt als Pfarrer eingesetzt wurde, hat er die Worte 9,13 aus dem Lukasevangelium «Gebt ihr ihnen zu essen!» über die Antrittspredigt gesetzt. «Als frisch installierter Pfarrer habe ich die Last von diesem Auftrag gespürt», gesteht Christian Vogt heute. Nun blickt er zurück und fragt sich: «Haben wir miteinander auf Gott und sein Wort vertraut? Sind die Menschen satt geworden?» Christian Vogt findet, wenn wir Jesus vertrauen, wird das, was wir haben, mehr als genug sein. Da wird das, was wir geben, die Hungernden satt machen und den Durst der Menschen stillen. So ist der Auftrag von Jesus: «Gebt ihr ihnen zu essen!» zugleich zum Hoffnungswort von Christian Vogt geworden.

An der Kirchgemeindeversammlung vom 1. September würdigte Kirchenpflegepräsident Thomas Gysel mit gewählten Worten die Arbeit des Scheidenden: Von A wie Aufbau, über P wie seine Predigten, bis Z wie Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden im Schenkenbergertal. 

Ab dem 1. November setzt Christian Vogt seine Kräfte für die Kirchgemeinde Frick ein. Im Fricktal wartet viel Arbeit auf ihn und den ebenfalls am 21. Juni an der Urne gewählten Pfarrer Matthias Jäggi. Zur Kirchgemeinde Frick gehören nämlich die zehn politischen Gemeinden Eiken, Frick, Gipf-Oberfrick, Herznach, Oberhof, Oeschgen, Schupfart, Ueken, Wittnau und Wölflinswil.

Weitere Artikel zu «Region», die sie interessieren könnten

Neuer Gemeindepräsident: Patrick Mösch.Foto: zvg
Region11.03.2026

Patrick Mösch zum Gemeindepräsidenten gewählt

Brunegg Die Stimmberechtigten von Brunegg haben Patrick Mösch zum neuen Gemeindepräsidenten gewählt. Während das Präsidium wieder besetzt ist, bleibt ein Sitz…
Hat sich bewährt: Die Asylunterkunft im «Aarehof».Foto: Romi Schmid
Region11.03.2026

Kanton will Betrieb der Asylunterkunft im «Aarehof» verlängern

Möriken-Wildegg Der Kanton Aargau plant, die kantonale Asylunterkunft im ehemaligen Hotel Aarehof in Möriken-Wildegg weiterzuführen. Die neue Eigentümerin der…

Rote Karte für den Kunstrasen: Der Souverän hat das Projekt nicht gutgeheissen.Foto: zvg
Region11.03.2026

Kunstrasenplatz fällt beim Volk durch

Niederlenz Der Niederlenzer Souverän hat dem geplanten Kunstrasenplatz auf dem Sportplatz Altfeld klar die rote Karte gezeigt. An der Urne wurde der Kredit von…