Christian Minder kämpft für die Velofahrer und ihre Wege

Zwar als Radroute ausgeschildert: Doch Interpellant Christian Minder macht wunde Punkte auf der Strasse sichtbar. Foto: Priska Minder
Zwar als Radroute ausgeschildert: Doch Interpellant Christian Minder macht wunde Punkte auf der Strasse sichtbar. Foto: Priska Minder

Möriken-Wildegg: Grossrat Christian Minder, EVP, Lenzburg, hat im Grossen Rat eine Interpellation eingereicht. Er sorgt sich um Unzulänglichkeiten auf der kantonalen Radroute in Wildegg. 

Velofahrer, die in Wildegg auf der Jurastrasse als Kantonsstrasse K472 und kantonale Radroute durch die SBB-Unterführung fahren, haben die Qual der Wahl. Entweder sie benützen die Fahrbahn oder den westseitigen Gehweg. Beide Varianten erweisen sich als unterschiedlich tückisch. Wer auf der Jurastrasse fährt, kann seitlich nicht ausweichen. Wer hingegen den Gehweg benützt, hat zwischen der Tunnelwand und dem Stahlgeländer lediglich eine Breite von 160 bis 170 Zentimeter zur Verfügung. Wenn sich auf dem Gehweg Fussgänger befinden, muss der Velofahrer absteigen und das Velo stossen. Just diesen Sachverhalt greift Grossrat Christian Minder in seiner Interpellation auf. Der Gestaltungsplan «Bahnhof Wildegg Ost-Teilperimeter Mitte» hat im Mitwirkungsverfahren vom 3. Februar bis 3. März öffentlich aufgelegen. 

Die Unterlagen zeigen, dass die Jurastrasse, die den Gestaltungsplan-Perimeter im Osten begrenzt, im heutigen Zustand belassen werden soll. Dieser Sachverhalt stösst dem Grossrat sauer auf. «Unter Sanierung einer kantonalen Radroute verstehe ich eine Lösung, bei der Velofahrende fahren können», hält Minder in der Interpellation klar fest. Der Interpellant ist gespannt, wie der Regierungsrat seine vier Fragen beantwortet.

Christian Minder kämpft weiter

Rund um den Bahnhof Wildegg ist planerisch viel im Fluss, sehr viel. Mittels Gestaltungsplänen wird die künftige Entwicklung des Bahnhofgebiets aufgegleist. Im Spiel sind zudem die Umfahrung von Wildegg und der Ausbau der Abwasserreinigungsanlage Langmatt. «Es handelt sich um äusserst komplexe Planungsdossiers, die miteinander sachlich wie zeitlich verknüpft sind», erklärt Gemeindeammann Hans-Jürg Reinhart. 

Priorität geniessen die Gestaltungspläne über das Bahnhofareal. Beim Bahnhof ist eine Unterführung für Velos und Fussgänger vorgesehen. Diese ist aber so konzipiert, dass der Radfahrer sein Fahrrad auf dem Trassee der Fussgänger ebenfalls schieben muss. Diese Absicht freut Christian Minder keineswegs. 

Der Gemeinderat hingegen ist überzeugt, mit den kantonalen Fachstellen eine gute Lösung gefunden zu haben. Die Unterführung am Bahnhof werde wesentlich breiter und sie werde nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes mit Rampen versehen. Dies sei eine sehr grosse Verbesserung zur heutigen Situation, findet die Behörde. Der Interpellant will trotzdem am Ball bleiben. 

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