Vom Ei zum Schmetterling: Frau Sommers Sommervögel

Egliswil Trudi Sommer ist sehr naturverbunden und hat ein eher seltenes Hobby, das aber gut zu ihrem Namen passt: Sie züchtet Sommervögel, genauer Schwalbenschwänze.

Genaue Beobachtung: Schmetterlings-Züchterin Trudi Sommer mit Raupen von Schwalbenschwänzen. Foto: zvg

Genaue Beobachtung: Schmetterlings-Züchterin Trudi Sommer mit Raupen von Schwalbenschwänzen. Foto: zvg

Bereit zum Fliegen: Ein Schwalbenschwanz auf den Fingern von Züchterin Trudi Sommer aus Egliswil. Foto: zvg

Bereit zum Fliegen: Ein Schwalbenschwanz auf den Fingern von Züchterin Trudi Sommer aus Egliswil. Foto: zvg

Fenchel als Basis: Eine Schwalbenschwanz-Raupe. Foto: zvg

Fenchel als Basis: Eine Schwalbenschwanz-Raupe. Foto: zvg

Wenn der Winter vorbei ist, es etwas wärmer wird, ist Trudi Sommer von Egliswil in ihrem Element. Dann kümmert sie sich um ihre Schmetterlinge. Das Hobby ihrer Töchter hat sie so fasziniert, dass sie selbst angefangen hat, mit der Aufzucht der Falter weiterzumachen.

In ihrem wunderschön angelegten und gepflegten Garten gelingt es ihr Jahr für Jahr, etwa 50 Schwalbenschwänze in die Natur zu schicken. Der biologisch zu den Insekten zählende Schwalbenschwanz ist einer der schönsten Tagfalter.

Viele Metamorphosen

Bei Trudi Sommer entstehen die Schmetterlinge auf den grünen Blättern des Fenchels. Das Ei wird dort abgelegt. Nach etwa acht Tagen, wenn die Haut zu eng wird, nagt das Tier ein Loch in die Eischale.

Nach dem Ausschlüpfen häutet sich die Raupe mehrmals. Später verwandelt sie sich in eine Puppe, schlüpft aus der Puppenhülle, ihre Gestalt nimmt Formen an und die Flügel entfalten sich. Zuerst noch etwas verklebt, kann der Falter bald ohne Probleme in die weite Welt fliegen.

Diese Entwicklung dauert ungefähr vier Wochen. Ein langer Weg mit viel Arbeit für eine Lebenserwartung von rund vier Wochen.

Die Puppen werden in einem grossen Netzbehälter gehalten, so lässt sich die Entwicklung beobachten und Trudi Sommer weiss, wann der Moment gekommen ist, die Schmetterlinge der Natur zu übergeben. Auch sind die Raupen vor Insekten fressenden Vögeln, Mäusen und anderen Tieren in dieser Behausung gut geschützt.

Die ausgewachsenen Raupen sind grün gefärbt und haben schwarze Querstreifen mit gelben Punkten.

Grosse Naturverbundenheit

Der Schwalbenschwanz ist einer der grössten Tagfalter und hat eine Flügelspannweite von bis zu 75 Millimetern, ist gelb und schwarz gemustert mit einer blauen Binde und roten Augenflecken an der hinteren Innenseite der Hinterflügel.

Man merkt Trudi Sommer an, dass sie sehr naturverbunden ist. Ein grosser Teich, Gemüse- und Blumengarten umgeben ihre Wohnung. Die Aufzucht der Schmetterlinge bereitet ihr grosse Freude und Genugtuung und ist zudem ein wichtiger Beitrag zur Pflege und zum Erhalt unserer Natur.

Ein interessanter, schöner und lehrreicher Besuch bei jemandem mit einem nicht alltäglichen Hobby.

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