Swiss Guest Award: «Maria’s Esszimmer im Seetal» auf Platz 2 im Aargau

Beinwil am See «Maria’s Esszimmer im Seetal» in Beinwil am See gehört zu den bestbewerteten Restaurants der Deutschschweiz. Beim Swiss Guest Award 2026 erreichte der Betrieb von Mirjam Strub den 14. Platz unter 745 ausgezeichneten Restaurants – und ist damit das zweitbestbewertete Restaurant im Aargau.

Holten sich gemeinsam Silber: Mirjam Strub, Käthi Vogt, Karin Haller, Ornella Focarelli, Vivi Moser – es fehlen auf dem Foto Diana Roth, Zekije Etemaj und Bart Meijer.Foto: zvg

Holten sich gemeinsam Silber: Mirjam Strub, Käthi Vogt, Karin Haller, Ornella Focarelli, Vivi Moser – es fehlen auf dem Foto Diana Roth, Zekije Etemaj und Bart Meijer.Foto: zvg

Hereinspazieren und geniessen: «Maria’s Esszimmer im Seetal».Foto: zvg

Hereinspazieren und geniessen: «Maria’s Esszimmer im Seetal».Foto: zvg

Vor neun Jahren hat sich Mirjam Strub dazu entschieden, ihre Idee zu leben und ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Die Gerichte sind nostalgisch geprägt, mit Rezepten ihrer Grossmutter, und sollen an Selbstgemachtes erinnern. Der Name «Mirjam’s Esszimmer» sei ihr zu persönlich gewesen, zudem führe der verwandte Name «Maria’s Esszimmer» zu guten Gesprächen mit den Gästen.

Unerwartete Spitzenplatzierung

Über die besondere Auszeichnung freut sich die Gastgeberin und Inhaberin sehr. Sie wurde schriftlich informiert, dass ihr Restaurant unter den besten 50 ist – wie bereits in den vergangenen Jahren. Letztes Jahr belegte «Maria’s Esszimmer im Seetal» Platz 31. Dass sie nun auf Platz 14 geklettert ist, damit habe Mirjam Strub nicht gerechnet. Für sie ist die Gästebewertung über das Reservationssystem von Lunchgate eine Bestätigung der täglichen Arbeit: «Es ist eine Anerkennung dafür, dass das, was wir machen, gut ist. Wir sind auf dem richtigen Weg – unser Gefühl stimmt.»

Bestnoten für Küche und Service

Besonders erfreulich sind die Bewertungen in den Bereichen Küche und Service. Beide wurden mit der Bestnote 5 ausgezeichnet. Das Küchenteam arbeitet mit frischen, regionalen Produkten und kreiert Gerichte, die es nicht überall gibt – «das kommt bei den Leuten an». Auch der Service hat sein Erfolgsrezept: Das Personal arbeitet mit Freude und ist von Herzen Gastgeber. Dabei sei wichtig, die Gäste persönlich zu begrüssen und sich Zeit für Gespräche zu nehmen. Durch die überschaubare Grösse des Restaurants ist dies möglich.

Schwerpunkt: Familiär und regional

Beim Ambiente vergaben die Gäste 4,9 Punkte. Die Punktabzüge lassen sich auf den nicht optimalen Schallschutz des alten Bauernhauses zurückführen. Im Haus möchte Mirjam Strub jedoch auch in Zukunft bleiben – nicht zuletzt wegen der familiären Atmosphäre. Einziger Wunsch: «Wenn eine Fee kommen möchte, um hinter unserem Restaurant eine grössere Küche zu bauen, dürfte sie kommen.»

Die letzte Kategorie betraf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei sei für Strub nachvollziehbar, weshalb nicht alle Gäste die Bestnote vergaben: Regionale Produkte haben ihren Preis. Zudem ist der Preis eines Tellers nicht nur die Ware, sondern ein Zusammenspiel aus Löhnen, Miete, Versicherungen und weiteren Kosten – was nicht allen Gästen bewusst sei. Die Unterstützung regionaler Produzenten gehört jedoch zur Philosophie des Restaurants. «Das ist uns wirklich wichtig», betont Strub.

Das achtköpfige Team arbeitet laufend an kleinen Veränderungen – sei es bei der Farbe der Tischtücher oder bei neuen Apérogetränken. «Das ist ein Prozess, der mit dem Leben im Beizli kommt», sagt Mirjam Strub. Ihre Überzeugung: nicht stehen bleiben und das, was man tut, mit Freude machen.

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