Schhh…

Marc Philip Seidel

Marc Philip Seidel

Kennt Ihr! Am Schreibtisch sitzen, die Fingerchen angewinkelt, bereit zum Lostippen, doch … schhh Schhhh, Schöner Sch..reibschhhtau. Nix geht. Aufstehen und die Flucht ergreifen? Nö. Prokrastination lässt grüssen. Also besser dem Damoklesschwert trotzen, am Pult aushalten. Nur für einen Moment – okay, ist nicht so einfach, Ritalin, Duracell und Hamsterrad sind schuld – doch es geht gar nicht lange, weil: «Es ist wirklich erstaunlich, was einem alles so einfällt, wenn man am Schreibtisch sitzt und keine Einfälle hat.» Schlau, dieser Spruch von Joseph Conrad (Namen später mal googeln. Eben: Aushalten! Nicht abschweifen.) Zurück zum Auftrag: Kolumne für LBA, zu Lenzburg, Museum, Bildung, Kultur, … ah! ... Pestalozzi ... kürzlich wieder aufgeschnappt: «Mit Herz, Hand und Verstand» und gestern realisiert: Diese Worte stammen aus seiner «Lenzburger Rede» vor über 200 Jahren. Lenzburg? Ja! Einst Bildungshochburg (vor Wettingen!) mit Lippe, Stapfer, Pfeiffer und Keller: Alles klingende Namen rund um Lenzburgs Vorreiterrolle in der Bildung, mit Strahlkraft, gar in die Schweiz und darüber hinaus. Pestalozzi ist keineswegs gestorben!

Seine geflügelten Worte haben ihre Gültigkeit bewahrt und spiegeln sich etwa in der musealen Bildungsarbeit wider. Überzeugung, Hingabe und Vertrauen mit Breiten- und Tiefenwirkung. Das steckt im ganzheitlichen Bildungsansatz. Als ausserschulischer Lernort ist das Museum gar Bildungsschatzkammer und Erlebnisort zugleich. Anknüpfungspunkte sind bei Kindern kein Problem, weil offen und neugierig. Das Museum als kollektives Gedächtnis bietet aber noch mehr: von der Schnellbleiche und Kreativimpuls für Getaktete inklusive Geheimtipp-Museumscafé. Dauerbehandlung mit Langzeitwirkung für die Angefixten. Beide Varianten gibts täglich zu den Öffnungszeiten oder bald im druckfrischen Museumskatalog. Vernissage am 16. Dezember beim Gönneranlass. Gönner werden ist übrigens ganz einfach. Zum Beispiel bei einem Kafi im Museum.

«Schatzkammer». Hier stellen Mitarbeitende des Museum Burghalde Lenzburg jeweils spannende Geschichten und originelle Fundstücke vor.

Die Lenzburger Bildungspioniere gemäss AskAIchat.Foto: zvg

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