Gartentipp

Arbeitet auf Schloss Wildegg: Gärtnerin Tanya van der Laan.Foto: MA/Pascal Meier
Arbeitet auf Schloss Wildegg: Gärtnerin Tanya van der Laan.Foto: MA/Pascal Meier

Ich liebe Nüsslisalat – besonders frisch vom Markt. Nüsslisalat selbst anzubauen, ist jedoch knifflig. Hier einige Tipps aus dem Wildegger Schlossgarten:

Die richtige Sorte wählen

Es gibt viele verschiedene Nüsslisalat-Sorten: von hitzeresistenten bis frostharten Varianten. Wer früh im Herbst ernten möchte, sollte auf wärmeverträgliche Sorten setzen. Für eine späte Ernte im Winter sind kälteresistente Sorten ideal.

Der passende Standort

Nüsslisalat – auch bekannt als Feldsalat oder Rapunzelsalat – mag einen sonnigen Standort. Der Boden sollte locker und nährstoffreich sein – am besten angereichert mit reifem Kompost. Dann braucht der Nüsslisalat später keinen Dünger.

Aussaat: So gelingts

Nüsslisalat kann zwischen August und Anfang Oktober ausgesät werden – entweder breitwürfig über ganze Flächen oder fein säuberlich in Reihen. Für gerade Reihen zieht man entlang einer Schnur flache Rillen in die Erde – mit einem Reihenabstand von 10 bis 15 Zentimetern. Die Samen werden im Abstand von etwa 5 bis 10 Zentimetern in die Rillen gelegt und dünn mit feiner Erde – zum Beispiel Aussaaterde – bedeckt. Danach wird die Fläche mit einem Gartenvlies oder einem leichten Tuch abgedeckt. So bleibt die Feuchtigkeit konstant, was sehr wichtig ist für die Keimung.

Pflege: Geduld und Aufmerksamkeit

Nüsslisalat keimt in etwa 10 bis 14 Tagen. In den ersten drei Wochen muss die Erde gleichmässig feucht gehalten werden. Diese Phase ist besonders heikel. Zu trockener Nüsslisalat geht schnell ein. Wichtig zu wissen: Sinkt die Temperatur unter 8 Grad, wächst Nüsslisalat nicht mehr und bleibt klein.

Ernte: Mehrfacher Genuss

Etwa zehn Wochen nach der Aussaat ist der Nüsslisalat erntereif. Die Ernte kann noch im Winter erfolgen, jedoch nicht bei Frost. Nüsslisalat kann geerntet werden wie Schnittsalat: Er wird einfach abgeschnitten – und treibt mit etwas Glück mehrmals wieder aus.

«Gartentipp». Hier schreiben Mitarbeiterinnen der Schlossgärtnerei Wildegg jeweils über aktuelle Gartenaspekte.

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