Alte Schmitte hofft auf frischen Wind: Neue Mitglieder im Vorstand erwünscht

Seengen Seit mehr als 30 Jahren ist der Verein Alte Schmitte aus dem Dorfgeschehen in Seengen nicht mehr wegzudenken. Anlässe wie Ausstellungen, Konzerte und das herzige Entenrennen werden regelmässig auf die Beine gestellt. Damit das so bleibt, wünscht sich der Verein neue Mitglieder für den Vorstand.

Das Entenrennen ist ein sehr beliebter Anlass.Foto: Verena Schmidtke

Das Entenrennen ist ein sehr beliebter Anlass.Foto: Verena Schmidtke

Vereinspräsident Jörg Bruder-Berli vor der Alten Schmitte.Foto: Verena Schmidtke

Vereinspräsident Jörg Bruder-Berli vor der Alten Schmitte.Foto: Verena Schmidtke

Die Alte Schmitte ist ein wahres Schmuckstück.Foto: Verena Schmidtke

Die Alte Schmitte ist ein wahres Schmuckstück.Foto: Verena Schmidtke

Mitten im Ort steht sie, die Alte Schmitte, erbaut 1774 und immer noch gut in Form. Mit viel Freude an der Historie engagiert sich der Verein dafür, dass die dörfliche Kultur sichtbar und vor allem lebendig bleibt. Sogar das Herzstück des Gebäudes, die alte Schmiede, sei noch einsatzbereit, berichtet Vereinspräsident Jörg Bruder-Berli nicht ohne Stolz: «Hin und wieder zeigt ein Schmied, wie dort früher gearbeitet wurde. Da glänzen jedes Mal besonders die Augen der Kinder.» Passend dazu verfüge der Verein über eine Vielzahl von historischen Gerätschaften aus Handwerk und Landwirtschaft sowie Kinderspielzeug und Bildmaterial aus früheren Zeiten. «Das ist inventarisiert und inzwischen ausgelagert, weil wir hier nicht genügend Platz haben», sagt er lächelnd.

Weiter informiert der Präsident: «Die Schmitte gehört der Gemeinde, wir als Verein kümmern uns um die Räumlichkeiten, die übrigens auch gemietet werden können. Ausserdem planen und organisieren wir jedes Jahr verschiedene Anlässe.» Dazu zählen beispielsweise Konzerte, das bereits erwähnte Entenrennen. In diesem Jahr schmücken wir am Räbeliechtliumzug die Alte Schmitte mit 200 Räbeliechtli. Ganz neu gibt es bald einen Schmitten-Trail», verrät Jörg Bruder-Berli. Dazu später mehr.

Dorfkultur lebendig erhalten

Damit solche und weitere Anlässe auch weiterhin in diesem Umfang stattfinden können, hat der Verein Alte Schmitte einen grossen Wunsch: frischen Wind für den Vorstand. Dieser sowie die Betriebskommission setzen sich aus zwölf Personen zusammen. Dazu erläutert der Präsident: «Im nächsten Jahr wird es im Vorstand und in den Betriebskommission einige Abgänge geben. Es wäre schön, wenn wir die Posten neu besetzen könnten.» Daraus habe sich die sozusagen schmittenmässige Idee entwickelt, einen Flyer mit dem Aufruf «Wir suchen dich» zu entwerfen. «Da die Einladung für die GV an die gesamte Dorfbevölkerung geht, haben wir den Flyer gleich mitverteilt», teilt Bruder-Berli mit. Auf der Webseite sowie den Social-Media-Kanälen der Alten Schmitte sei der Aufruf ebenfalls zu finden.

Es gab auch Resonanz. Dazu der Präsident: «Es könnten noch ein paar Leute mehr sein.» Allerdings sei ihm bewusst, dass viele Vereine aktuell mit Nachwuchssorgen zu kämpfen haben – gerade in Bezug auf Arbeit im Vorstand. Dennoch sei der Verein guten Mutes. «Wir haben keine ausgeprägte Hierarchie», betont er, «alle sind gleichberechtigt.» Der Umgangston sei freundlich, die Stimmung und das Miteinander sehr gut. «Neue Vorschläge und Ideen sind immer willkommen», unterstreicht er. Seine Begeisterung für die Kultur im Ort ist deutlich spürbar.

Aus dieser Kreativität und Lust auf Neues haben die Mitglieder des Vereins nun den «Schmitten-Trail» ins Leben gerufen, welcher am 26. Juni mit einer Vernissage eröffnet wird. «Es ist ein Spaziergang durch das Dorf mit verschiedenen Stationen etwa am Dorfbach, an den Beizen und weiteren historisch spannenden Orten», führt Jörg Bruder-Berli aus. Mit QR-Codes versehene Plaketten ermöglichen es Interessierten, tiefer in die unterschiedlichen Themen einzutauchen: «Es wird eingesprochene Texte geben, Bildmaterial und mehr.» Die Mitglieder seien gespannt, wie der Trail ankommen wird. So ein Projekt nehme natürlich Zeit in Anspruch, es müsse genau geplant, vorbereitet und umgesetzt werden. Der Präsident weiter: «Und dafür wäre es gut, wenn wir weiterhin im Vorstand und in der Betriebskommission gut aufgestellt wären. Ansonsten wird es schwierig, Anlässe wie diese auf die Beine zu stellen.» Damit würde vielleicht auch ein Stück Dorfkultur weniger sichtbar werden. «Und so etwas ist natürlich schade», resümiert er und ergänzt hoffnungsvoll: «Wer sich für die Geschichte in Seengen interessiert, sich für Kultur begeistert und Lust auf Vereinsarbeit hat, darf sich sehr gern bei uns melden.» Der Verein freue sich auf neue Mitglieder.

Kontaktdaten und Weiteres zum Verein auf der Webseite: www.alteschmitteseengen.ch/Startseite/

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