Wenn die Gemeinde hilft, sind alle entlastet

Meisterschwanden Um Kindergärten zu entlasten, ist ein vorheriger Spielgruppenbesuch der Kinder hilfreich. Die Gemeinde Meisterschwanden übernimmt die Kosten eines Jahresbeitrags für die Eltern. Nach nur einem Jahr sind bereits nachhaltige Erfolge zu erkennen.

Das Spielgruppenteam und die Leiterin Soziale Dienste: Michelle Baumgartner, Priska Ming, Diana Bamert und Esther Riedo Hurni.Foto: Rinaldo Feusi

In der Regel kommen Kinder mit vier Jahren in den Kindergarten. Für viele ist das sehr früh. Sozialkompetenzen und Sprachkenntnisse sind bei Teilen der Kinder noch nicht so weit, dass der Kindergarten sinnvoll ist. Abhilfe schaffen da Spielgruppen und Kitas. Um die Kinder für den Eintritt in den Kindergarten vorzubereiten, übernimmt Meisterschwanden für alle, die im Folgejahr den Kindergarten besuchen werden, den Jahresbeitrag für die Spielgruppe Strubeli. Doch ist dieses Geld sinnvoll investiert? Von den Sozialen Diensten der Gemeinde und auch dem Team der Spielgruppe hört man Einigkeit. «Auf jeden Fall», meint Leiterin Sozialdienst Esther Riedo Hurni und bekommt Zustimmung von Elternverein und Spielgruppe.

Spätere Einschulungen halbiert, Personal zufriedener

Die Dienstleistung der Gemeinde bringt erstaunliche Zahlen hervor. 2024 waren es 29 Kinder aus Meisterschwanden, die aus der Spielgruppe in den Kindergarten kamen. Acht davon wurden im Vorjahr zurückbehalten. Für den Einstieg 2025/2026 sind noch vier Kinder dabei, die zurückbehalten werden. Das entspricht einer Halbierung. Früher kamen viele Kinder mit sechs Jahren in den Chindsgi, heute mit vier. Von den Kids wird viel verlangt – nicht nur sprachlich, sondern auch in Sachen Sozialkompetenz. Hierbei ist der Spielgruppenbesuch eine gewinnbringende Vorbereitung.

In der Spielgruppe Strubeli lernen die Kinder im ungezwungenen Rahmen, mit anderen Kindern und Erwachsenen umzugehen. «Wir haben unsere festen Rituale, die die Kinder auf die Regeln im Kindergarten vorbereiten», erklärt Spielgruppenleiterin Priska Ming. «Das ermöglicht den Kindern die Freiheit, sich zu entwickeln.» Einen festen Ablauf, wie es in vielen Kitas die Regel ist, gebe es hier nicht. Die Rituale bestimmen hier den Ablauf. So können die Leiterinnen mehr auf die Kinder eingehen. Das habe eine positive Wirkung auf die Kids.

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