Salzkorn: Nachts sind alle Katzen grau

Carolin Frei
Carolin Frei

Kaum haben wir die Uhren auf Winterzeit umgestellt, wird es grau, nass, kalt. Okay, das stimmt nur bedingt – die Sonne lässt sich zum Glück auch immer wieder einmal blicken. Und sollte es in der Adventszeit doch noch zu permanentem «oben Blau, unten Grau» wechseln, bleibt die Möglichkeit, einen Ausflug in die Berge zu machen.

Doch zurück zum Grau. Denn zu diesem natürlichen Grau gesellen sich meist das Grau und das Schwarz, in die sich viele Menschen in dieser Jahreszeit gerne hüllen. Zugegeben, Schwarz ist elegant und wer sich so kleidet, kann fast nichts falsch machen. Aber schwarz ist schwarz. Und im Dunkeln fast nicht sichtbar. Denn dunkel ist es für die meisten Menschen, wenn sie sich morgens aufmachen, um zur Arbeit zu fahren oder in die Schule zu gehen. Dasselbe Szenario wiederholt sich am Abend. Häufig gesellt sich dazu stockdicker Nebel. Erschwerend für die Autofahrer kommen dazu nasse Strassen, auf denen sich die Lichter verwirrend reflektieren.

Gemäss einer offiziellen Erhebung weiss man, dass dunkel gekleidete Personen im Dunkeln von einem Autofahrer nur auf maximal 25 Meter sichtbar sind. Mit heller Kleidung wären es immerhin 40 Meter. Noch besser sichtbar wird man als Fussgänger oder Velofahrer, wenn man reflektierende oder leuchtende Elemente an der Kleidung oder am Schulrucksack trägt. Die Sichtbarkeit kann damit um das Fünffache gegenüber schwarzer Kleidung erhöht werden.

Das heisst nun für mich, ich muss über die Bücher, trage ich doch mehrheitlich dunkle Jacken, Mäntel und Schuhe. Einfach alles in die Kleidersammlung zu geben, ist nicht die Lösung. Aber mit reflektierenden Bändern lässt sich mein «Problem» wunderbar lösen. Wunderbar lösen lässt es sich auch für Beverly. Das graue Büsi trägt nun ein pinkig-reflektierendes Halsband.

Carolin Frei, Redaktorin

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