Salzkorn: Grossbaustelle ­Lenzburg

Rolf Kromer
Rolf Kromer

Auf meinen Wegen durch Lenzburg begegne ich in diesen Tagen gleich mehreren Baustellen. Die längste und unberechenbarste ist diejenige auf der Bahnhofstrasse. Sie ist ein Risiko für mich. Auf ihr lasse ich je nachdem wichtige Sekunden auf dem Weg zu meinem Zug nach Zürich liegen. Obwohl ich es mir immer und immer wieder vornehme: Früher zu Hause zu starten, schaffe ich nicht. Dass ich spät dran bin, ist ein Naturgesetz, gegen das ich trotz grossem Willen nicht ankomme. Da hilft nicht mal Selbsttäuschung, habe ich doch extra unsere Backofenuhr fünf Minuten vorgestellt.

Und so hoffe ich jeden Morgen auf meinem Weg an den Bahnhof, dass nicht gerade ein Bus die Einbahnstrasse herunterkurvt und mir ein zu spätes Eintreffen am Arbeitsplatz einbrockt. Auch am Sandweg wird aktuell so stark gebaggert, dass der Sand unter dem Weg freigelegt wird. Und auf dem Heimweg treffe ich auf dem Kronenplatz auf ein einspuriges Verkehrsregime, das schon zu mancher leicht verwirrenden Situation geführt hat.

Das ist die eine Sicht auf die Lenzburger Baustellen – die Sicht eines Pendlers. Dann gibt es noch die Sicht unseres Kindes. Und die ist komplett anders.

Bagger! Was gibt es Schöneres als laute Baggergeräusche? Oft sind auf den Baustellen auch faszinierende Dumper anzutreffen, auf die das ausgehobene Material verschoben werden kann. Ein Traum! Und Bauarbeiter mit Presslufthammer, an Betonmischer und in Kranwagen.

Alles genauso wie im Wimmelbuch, das bei uns zu Hause auf dem Stubentisch liegt. Auf der Seite mit der Baustelle verweilen wir immer besonders lange, bis wir weiterblättern.

Fazit: Je mehr Baustellen in Lenzburg, desto glücklicher unser Kind. Nichtsdestotrotz bin ich froh, wenn die neue Bahnhofstrasse fertig ist.

Weitere Artikel zu «Hauptartikel», die sie interessieren könnten

Fritz Thut
Hauptartikel17.06.2026

Abseits

Salzkorn
Leutwil und Dürrenäsch werden die Fusionsbestrebungen vertiefen.Foto:  Raphaël Dupain / CH Media
Hauptartikel17.06.2026

Leutwil und Dürrenäsch schreiten Richtung Traualtar

Leutwil Eine mögliche Fusion der beiden Gemeinden löste in Leutwil keine Diskussionen aus. Der Gemeinde ist ihre angespannte Situation bewusst.
Urs und Amanda Helfenstein freuen sich über den dritten Platz.Foto: zvg
Hauptartikel10.06.2026

Kampf dem Aluminium: Startup auf Erfolgskurs

Seengen Ein Seetaler Startup erreichte am Swiss Digital Commerce Award in der Kategorie «Sustainability Feature» das Podest. Amanda und Urs Helfenstein…