Widmung mit Blick aufs Schloss
Verabschiedung Eine Ära geht zu Ende. Urs F. Meier gibt das Präsidium der Stiftung des Museums Burghalde ab.
Ganze dreimal wurde Urs F. Meier im Barocksaal des Museums verabschiedet. Der einschneidendste Abschied war für ihn 1989, als er vom Souverän als Stadtrat nicht wiedergewählt wurde. «Der schmerzlichste Abschied, möchte ich anmerken.» Zum zweiten Mal war es 2005. Als er das Präsidium des Vereins für Alterswohnheime nach 15 erfolgreichen Jahren abgab. Nun, 2026, kam es zum dritten Abschied. Nach 42 Jahren gibt Urs F. Meier das Präsidium der Stiftung Museum Burghalde an Kathrin Scholl ab. «Der schönste Abschied», wie er zu den anwesenden Gästen vergangenen Montag meinte. Doch ganz verschwinden werde er nicht, meinte er mit einem Augenzwinkern.
«Wir sagen Danke für alle deine geleisteten Verdienste, lieber Urs», begann Kathrin Scholl ihre Laudatio. Sie kennt Urs F. Meier gut. Seit 23 Jahren arbeiten sie in verschiedenen Funktionen zusammen. Urs F. Meier sei stets zu neuen Ufern aufgebrochen und habe das Museum entstaubt. Auch habe er das Museum immer an erster Stelle gesehen. Nachdem dieses an die Ortsbürgergemeinde übergangen war, fragte er sie, ob sie sich nun nicht ein neues Präsidium wünsche. «Doch für mich gab es keinen Grund für einen Wechsel. Ich habe immer gewusst, dass das Museum in besten Händen ist», erklärte sie den Anwesenden. Auch Stadtammann Andreas Schmid verdankte Urs F. Meier die vielen Jahre des Engagements.
Widmung an schönstem Platz im Museum
Die 42 geleisteten Jahre wurden Urs F. Meier mit einer Tafel verdankt. Am wohl schönsten Platz im Museum: Direkt gegenüber einem Gemälde des grossartigen Blumenmädchens von Clara Müller und mit Blick auf das Schloss. «Das ist fast schon zu viel», meinte er. Doch zeigt die bewusste Platzierung der Tafel auch Meiers Willen, mit dem er dem Museum über vier Jahrzehnte lang als Stiftungspräsident vorstand: Über das anfängliche Verbot des Fensters, als Verbindung zwischen Schloss und Museum, setzte sich Urs F Meier hinweg. Dieses wurde schliesslich im Rahmen des neugebauten Treppenhauses zum architektonischen Highlight.



