Nicht ganz alltäglich: Lindenberger Generationenprojekt im Kanton Uri
Lenzburg /Lindenberg Die Lindenberger Sektion des Schweizerischen Alpen-Clubs (SAC) baut ihre Hütte unterhalb des Salbitschijen im Kanton Uri um. Rund 4,6 Mio. Franken kostet die Sanierung.
Seit über 130 Jahren besteht die SAC-Sektion Lindenberg. Zu ihr gehört die Salbithütte auf 2105 Metern über Meer. Oder aus Lenzburger Sicht: 1600 Meter über Gofi. Die Hütte muss umfassend saniert werden. Als Präsident verantwortet der bekannte Lenzburger Einwohnerrat Francis Kuhlen (FDP) die Hüttensanierung mit Gesamtkosten von rund 4,6 Mio. Franken.
Die geplante Erneuerung der Salbithütte folgt dem Grundsatz, den bestehenden Bau zu erhalten und gezielt zu ergänzen. «Es war uns wichtig, dass der Charakter der Hütte bestehen bleibt und trotzdem zukunftsorientiert gearbeitet wird», erklärt Kuhlen.
Baustart wird im Frühjahr 2027 erwartet
Das Konzept mit dem Titel «Jakobs Mantel» sieht vor, den bestehenden Bau mit einer zusätzlichen Hülle zu ergänzen. Damit wird erweitert, ohne den historischen Teil abzureissen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Nachhaltigkeit. Vorgesehen ist ein möglichst CO2-armer Betrieb. Dazu gehören der Bau einer Materialseilbahn sowie die Elektrifizierung der Hütte aus dem Tal. Die Baueingabe war im Februar. Diesen Sommer wird die Baubewilligung erwartet. «Die lokale Politik begrüsst unser Vorhaben», meint Francis Kuhlen zum angehenden Bewilligungsprozess. Der Baustart ist für das Frühjahr 2027 geplant. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit soll die Hütte im Herbst 2028 fertiggestellt und wieder in Betrieb genommen werden.
Das Ganze kostet auch was. Die Gesamtkosten werden auf 4,6 Mio. Franken geschätzt. Für die Materialseilbahn sind 410000 Franken vorgesehen, für die Elektrifizierung 290000 Franken. Der Rest fliesst in die Hütte mit Aussenplatz. Die Finanzierung basiert auf mehreren Quellen. Beiträge aus dem Hüttenfonds des SAC sowie der Sektion Lindenberg machen einen wesentlichen Teil aus. Hinzu kommen Mittel aus dem Lotteriefonds, Spenden und Sponsoring sowie Eigenleistungen und zinslose Darlehen. Insgesamt stehen derzeit 4450000 Franken in Aussicht. Die Hütte wurde 1931 mit 28 Plätzen erbaut und in mehreren Etappen erweitert. 1966 und 1979 entstanden zusätzliche Bauten, bevor 1998 ein grösserer Umbau erfolgte. Dabei wurde die Kapazität auf 57 Schlafplätze erhöht und neue Nasszellen eingerichtet. Nach der Sanierung soll die Hütte 67 Gastbetten und 68 Sitzplätze haben.









