Wasser marsch – aber mit System

Werkhof Für den Unterhalt der städtischen Grünflächen ist der Werkhof zuständig. Dabei ist eine systematische Bewässerung essenziell.

Legen Wert auf ein durchdachtes Bewässerungssystem: Peter Bucher, Gärtner Werkhof, Peter Ulmann, Leiter Werkhof, und Christian Brenner, Abteilungsleiter Tiefbau & Verkehr. Foto: Deborah Bläuer
Legen Wert auf ein durchdachtes Bewässerungssystem: Peter Bucher, Gärtner Werkhof, Peter Ulmann, Leiter Werkhof, und Christian Brenner, Abteilungsleiter Tiefbau & Verkehr. Foto: Deborah Bläuer

Zu den wichtigsten Aufgaben des Werkhofs gehört im Sommer die Bewässerung. Rabatten, Sportplätze sowie Bäume, die vor noch nicht allzu langer Zeit (vor weniger als ein bis zwei Jahren) gepflanzt wurden, werden bewässert. Dabei sei es wichtig, mit dem Wasser haushälterisch umzugehen, betont Christian Brenner, Abteilungsleiter Tiefbau & Verkehr.

Bei den Bäumen würden dabei zwei Systeme eingesetzt, erklärt Peter Ulmann, Leiter Werkhof. Zum einen wird bei den neu gepflanzten Bäumen standartmässig ein Rohr in den Boden gelegt, über welches die Flüssigkeit direkt zu den Wurzeln gelangt. Zum anderen wird der Stamm unten von einem Wassersack umfasst, über dessen Löcher das Wasser langsam in den Boden tröpfelt. Dadurch kann die Verdunstung minimiert werden. Denn einfach mit dem Schlauch Wasser auf die Erde zu spritzen, würde nichts bringen, da dieses stark verdunsten würde und der Boden gar nicht so viel Flüssigkeit auf einmal aufnehmen könnte. Pro Baum werden jeweils rund 200 Liter gebraucht.

Die Rabatten werden mit der Brause gegossen. Für die Bewässerung stehen dem Werkhof ein grosser Tank mit 1500 Liter Fassungsvermögen und eine Strassenwischmaschine, die Platz für 500 Liter hat, zur Verfügung.

Wurzeln sollen in die Tiefe wachsen

Bei den Sportanlagen kommt ein Grossflächenregner zum Einsatz. Dieser wird von den Werkhofmitarbeitern positioniert und zieht dann den Schlauch nach und nach selbst auf. Auch hier versucht man, sparsam zu sein und jeweils zu schauen, wie der Bedarf ist. Peter Ulmann verrät einen Trick: «Mit dem Fuss auf den Rasen treten und schauen, ob sich das Gras wieder aufrichtet. Wenn es sich nicht mehr aufrichtet, ist es Zeit zum Bewässern.» Damit die Fussballer bei der Sportanlage Wilmatten optimale Bedingungen vorfinden, ist es jedoch wichtig, dass der Rasen ausreichend bewässert wird. Das Wasser soll in die Tiefe gehen, damit auch die Wurzeln des Grases in die Tiefe wachsen. Deswegen wird der Fussballplatz mehrmals pro Woche mit jeweils 80000 Liter Wasser gegossen.

Bei den Sportplätzen der Schulhäuser gibt es hingegen mehr Spielraum. Und bei manchen kleineren Rasen in Grünanlagen wird komplett aufs Wässern verzichtet. «In der Regel erholt sich der Rasen wieder», erklärt Peter Ulmann.

Über eine allfällige Wasserknappheit macht man sich beim Werkhof wenig Sorgen, da die Stadt Lenzburg das Wasser hauptsächlich aus zwei Grundwasserfassungen bezieht. Sollte es doch einmal zur Knappheit kommen, würde die Bewässerung der Sportanlagen reduziert werden, sagt Christian Brenner. Dies erfordere dann eine gute Kommunikation mit den Sportvereinen.

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