Vergnügliches Familienkonzert an der Lenzburgiade

Lenzburgiade Bald ist es so weit, am 16. Juni wird die Lenzburgiade eröffnet. Dazu hat das Intendantenpaar Fränzi Frick und Oliver Schnyder im Interview einige Fragen beantwortet

Die Lenzburgiade lockt auch diesen Juni wieder.Foto: Pascal Rohner
Die Lenzburgiade lockt auch diesen Juni wieder.Foto: Pascal Rohner

Die Lenzburgiade findet jeweils an zwei Orten statt: im Schlosshof und auf dem Metzgplatz. Bekannte Folkbands machen Stimmung im Städtli. Worauf achten Sie bei deren Auswahl?

Wer uns nicht packt und überzeugt, kommt nicht ins Programm. Die Bekanntheit des Namens ist zweitrangig. Die Zusammenstellung der Konzerte gleicht dem lustvollen Lösen eines Sudokus. Kennen Sie ein anderes Festival mit einer derart breit gefächerten Programmierung? Ob stilistisch vertraut oder neu: Jedes Konzert steht für sich und verspricht ein einzigartiges Erlebnis.

Mit dem irisch-deutschen Geiger Daniel Hope kommt ein Weltstar nach Lenzburg. Was bringt er mit?

Seine Geige, eine grossartige Band und unvergleichliches Charisma. Als Musiker und Humanist ist Daniel einer der wichtigsten Botschafter und Fahnenträger für die klassische Musik. Er führt ein Programm im Gepäck, das dem Festival mit seiner Leitidee «Klassik und Folk» besonders Rechnung trägt.

Sina und Patti Basler sind zwei sehr bekannte Schweizer Künstlerinnen an der Lenzburgiade. Was haben sie mit Klassik zu tun?

Sie haben keine Angst davor und lassen sich inspirieren. Beide denken nicht in Schubladen, sind mutige, offene, freie Künstlerinnen. Auch sie bauen Brücken und passen darum perfekt zur Lenzburgiade.

Welche Rolle spielen an der Lenzburgi-ade Künstlerinnen und Künstler und Bands aus der Region?

Wir denken nicht an Quoten – aber Auftretende aus der Region haben bei uns Tradition. Sie sind hier, weil sie einzigartig sind: Patti Basler, Philippe Kuhn, Sina, Otrava, das argovia philharmonic, I Tempi, die Solistinnen des Rahn Kulturfonds – damit stehen wir mit Überzeugung zum einheimischen Schaffen.

Fränzi Frick, Sie gestalten jeweils die Familienkonzerte. Worauf achten Sie, wenn Sie mit Musik Kinder ansprechen möchten?

Das wichtigste Kriterium für mich: mein eigenes Vergnügen. Denn was mich begeistert, kann ich auch weitergeben. Ich wähle Geschichten mit doppeltem Boden: sie unterhalten, transportieren aber auch Werte wie Mut, Güte und Zuversicht. Musik öffnet dabei Türen, die Worte allein nicht aufkriegen. (pd/rfb)

Schloss Lenzburg und Metzgplatz, 16. bis 21. Juni. www.lenzburgiade.ch

Weitere Artikel zu «Stadt Lenzburg», die sie interessieren könnten

Die im Zweiweiertal errichteten künstlichen Biberdämme haben ihre erste Bewährungsprobe bestanden.Foto: zvg
Stadt Lenzburg23.07.2026

Künstliche Biberdämme bestehen den Härtetest

Biber Im Dezember 2024 hat die Ortsbürgergemeinde Lenzburg im Zweiweiertal vier kleine, Biberdämmen nachempfundene Sperren errichtet. Mit dem Pilotprojekt…

Einfach magisch: Das Gauklerfestival verzaubert jedes Jahr aufs Neue.Foto: Romi Schmid
Stadt Lenzburg23.07.2026

Wenn die Altstadt zur Bühne wird

Gauklerfestival Vom 14. bis 16. August kehrt das Gaukler- und Kleinkunstfestival zurück. Internationale Artistinnen und Artisten verwandeln Gassen und Plätze…
Wie immer ein sensationelles Schlussbild auf der Schützi.Foto: jugendfest-fotos.ch
Stadt Lenzburg15.07.2026

So schön war das Manöver