Stadt hofft auf Verständnis und Rücksichtnahme
Sensibilisierung Vielen Lenzburgerinnen und Lenzburgern stinkt es: Hundemist im Stadtbild. Nach Gesprächen mit der Bevölkerung und Gewerbetreibenden reagiert nun die Stadt mit einer neuen «Sensibilisierungskampagne».

Aktuell sind in Lenzburg 567 Hundehalterinnen und Hundehalter registriert. Die meisten befolgen die Regeln. Trotzdem gehören Hundekegel und beschmutzte Fassaden leider zum Stadtbild. Lenzburg will reagieren und lancierte am 23. März eine Sensibilisierungskampagne mit der Hoffnung, auf Verständnis und Rücksichtnahme zu stossen. Es könne nicht Aufgabe der Stadt sein, die Leute zu kontrollieren, meint Frau Vizeamman Christina Bachmann-Roth an der Medienkonferenz. «Die Rolle der Stadt ist es, unterschiedliche Bedürfnisse auszubalancieren, pragmatisch zu handeln und gleichzeitig die Eigenverantwortung zu stärken.»
An verschiedenen Standorten wurden Plakate angebracht, die Hundehalterinnen und Hundehalter auf ihre Verantwortung aufmerksam machen sollen. Per QR-Code werden die Hündeler zu einer Online-Karte von geoPro Suisse mit allen Hunde-WCs und Robidogs im Stadtgebiet geführt. Ergänzend zu den vorhandenen Hunde-WCs beim Seifi-Parkplatz und beim Lenzhard kommen zwei weitere Standorte im Graben sowie beim Erlengut-Tunnel hinzu. Doch nicht nur der Mist der Hude stört. Die Problematik beim Hundeurin erklärt Werkhofchef Peter Ullmann: «Hundeurin kann Schäden anrichten. Das Wurzelwerk gewisser Pflanzen wird abgetötet oder Laternen werden unterirdisch durch den Urin beschädigt.»
Auch Littering ist ein erkanntes Problem
Auch Littering beschäftigt die Stadt Lenzburg weiterhin. In den vergangenen Monaten wurden deshalb gezielte Massnahmen umgesetzt. Ziel ist es, die Bevölkerung für den korrekten Umgang mit Abfall zu sensibilisieren. Gleichzeitig wurden Anpassungen bei der Infrastruktur vorgenommen. Im Quartier Im Lenz führte die Stadt eine Plakataktion durch. Anlass waren wiederholt neben Unterflurcontainern deponierte Kehrichtsäcke. Die Kampagne machte darauf aufmerksam, dass Haushaltsabfälle ausschliesslich über die vorgesehenen Unterflurcontainer entsorgt werden dürfen. Damit soll die Situation vor Ort verbessert werden. Zusätzlich installierte die Stadt neue Trennsysteme an mehreren stark frequentierten Orten. Betroffen sind das Gofi, die Wilmatten, die Widmi sowie der Hammerpark. Ein bestehendes System im Ziegelacker bleibt weiterhin in Betrieb. Die Massnahmen sollen zu einer besseren Abfalltrennung und weniger Littering beitragen.



