Stadt hofft auf Verständnis und Rücksichtnahme

Sensibilisierung Vielen Lenzburgerinnen und Lenzburgern stinkt es: Hundemist im Stadtbild. Nach Gesprächen mit der Bevölkerung und Gewerbetreibenden reagiert nun die Stadt mit einer neuen «Sensibilisierungskampagne».

Wehren sich gegen rücksichtslose Hundehalter:  Altstadt-Ladenbesitzer Matthias Günther, Frau Vizeammann Christina Bachmann-Roth, Werkhofchef Peter Ulmann und Christian Brenner, Leiter Tiefbau und Verkehr.Foto: Rinaldo Feusi
Wehren sich gegen rücksichtslose Hundehalter: Altstadt-Ladenbesitzer Matthias Günther, Frau Vizeammann Christina Bachmann-Roth, Werkhofchef Peter Ulmann und Christian Brenner, Leiter Tiefbau und Verkehr.Foto: Rinaldo Feusi

Aktuell sind in Lenzburg 567 Hundehalterinnen und Hundehalter registriert. Die meisten befolgen die Regeln. Trotzdem gehören Hundekegel und beschmutzte Fassaden leider zum Stadtbild. Lenzburg will reagieren und lancierte am 23. März eine Sensibilisierungskampagne mit der Hoffnung, auf Verständnis und Rücksichtnahme zu stossen. Es könne nicht Aufgabe der Stadt sein, die Leute zu kontrollieren, meint Frau Vizeamman Christina Bachmann-Roth an der Medienkonferenz. «Die Rolle der Stadt ist es, unterschiedliche Bedürfnisse auszubalancieren, pragmatisch zu handeln und gleichzeitig die Eigenverantwortung zu stärken.»

An verschiedenen Standorten wurden Plakate angebracht, die Hundehalterinnen und Hundehalter auf ihre Verantwortung aufmerksam machen sollen. Per QR-Code werden die Hündeler zu einer Online-Karte von geoPro Suisse mit allen Hunde-WCs und Robidogs im Stadtgebiet geführt. Ergänzend zu den vorhandenen Hunde-WCs beim Seifi-Parkplatz und beim Lenzhard kommen zwei weitere Standorte im Graben sowie beim Erlengut-Tunnel hinzu. Doch nicht nur der Mist der Hude stört. Die Problematik beim Hundeurin erklärt Werkhofchef Peter Ullmann: «Hundeurin kann Schäden anrichten. Das Wurzelwerk gewisser Pflanzen wird abgetötet oder Laternen werden unterirdisch durch den Urin beschädigt.»

Auch Littering ist ein erkanntes Problem

Auch Littering beschäftigt die Stadt Lenzburg weiterhin. In den vergangenen Monaten wurden deshalb gezielte Massnahmen umgesetzt. Ziel ist es, die Bevölkerung für den korrekten Umgang mit Abfall zu sensibilisieren. Gleichzeitig wurden Anpassungen bei der Infrastruktur vorgenommen. Im Quartier Im Lenz führte die Stadt eine Plakataktion durch. Anlass waren wiederholt neben Unterflurcontainern deponierte Kehrichtsäcke. Die Kampagne machte darauf aufmerksam, dass Haushaltsabfälle ausschliesslich über die vorgesehenen Unterflurcontainer entsorgt werden dürfen. Damit soll die Situation vor Ort verbessert werden. Zusätzlich installierte die Stadt neue Trennsysteme an mehreren stark frequentierten Orten. Betroffen sind das Gofi, die Wilmatten, die Widmi sowie der Hammerpark. Ein bestehendes System im Ziegelacker bleibt weiterhin in Betrieb. Die Massnahmen sollen zu einer besseren Abfalltrennung und weniger Littering beitragen.

Weitere Artikel zu «Stadt Lenzburg», die sie interessieren könnten

Am bestehenden Standort wird ein sechsgeschossiges Gebäude realisiert.Foto: zvg
Stadt Lenzburg01.07.2026

Hitachi Energy realisiert sechsgeschossigen Neubau

Wirtschaftsstandort Das weltweit tätige Unternehmen schafft neue Flächen in Lenzburg, um die steigende globale Nachfrage bedienen zu können.

Startschuss für den…

Vergleich heute: Blick vom ehemaligen Standort der Dreiwegweiche in Richtung Erlenguttunnel 2026.Foto: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
Stadt Lenzburg01.07.2026

Die «Vögele»-Weiche des alten Bahnhofs «Lenzburg Stadt» soll wiederaufgebaut werden

Industriekultur Die Zeit bleibt nicht stehen, grosse Veränderungen mit Gewerbe- und Wohnüberbauungen sowie neue Verkehrsflächen prägen die Region. Basierend…
Fabian Bertschinger (FDP) wird vereidigt.Foto: Rinaldo Feusi
Stadt Lenzburg01.07.2026

Rechnung 2025: «Gesamtergebnis schmilzt wie Schnee in der Sonne»

Einwohnerrat Die Rechnung 2025 ist durch. Das Parlament sieht die Felle davonschwimmen.