Radiologie: KSA stärkt Standort Lenzburg

KSA Das Kantonsspital Aarau plant ein neues Radiologiezentrum, um Wartezeiten abzubauen.

Das Kantonsspital Aarau baut den Standort Lenzburg weiter aus.Foto: zvg

Radiologische Diagnostik wird für die Behandlung zahlreicher Erkrankungen immer wichtiger. Folglich ist das Institut für Radiologie am Kantonsspital Aarau stark gewachsen. Wegen der hohen Auslastung sind Wartezeiten für eine MRT-Untersuchung von mehreren Wochen die Regel. Das KSA plant darum in Lenzburg, in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Praxiszentrum, ein Radiologiezentrum zur Entlastung des Standorts Aarau.

Erfolg führte zu Wartezeiten

Neben den KSA-Kliniken setzen auch immer mehr Haus- und Spezialärztinnen und -ärzte auf die Expertise des Instituts für Radiologie am KSA. Die Anzahl ambulanter Bildgebung stieg in den letzten zwei Jahren um 26 Prozent an. Der Erfolg hat eine Schattenseite: Trotz Prozessoptimierungen betragen aktuell die Wartezeiten für eine MRT-Untersuchung bis zu sechs Wochen. Diese langen Wartefristen sind für einige Patientinnen und Patienten aus medizinischer Sicht nicht haltbar. Aufgrund der demografischen Entwicklung im Kanton wird die Nachfrage an radiologischer Bildgebung weiter zunehmen. Schon heute überweist das KSA Patientinnen und Patienten an externe Praxen, um die Wartezeiten zu verkürzen. Das verkompliziert und verteuert den Behandlungsprozess.

Sinnvolle Lösung für Kunden und KSA angestrebt

Verwaltungsrat und Geschäftsleitung haben darum beschlossen, in Lenzburg ein Radiologiezentrum aufzubauen. Das KSA betreibt dort bereits ein Praxiszentrum. Zudem zeigt eine Analyse der ambulanten Patientenzahl der Radiologie, dass heute schon viele Patientinnen und Patienten in der Region Lenzburg wohnhaft sind. Der mit ÖV und Auto gut erreichbare Standort im Niederlenzer Kirchweg wird helfen, die Wartefristen signifikant zu verkürzen. «Mit der Radiologie in Lenzburg werden wir unseren Patientinnen und Patienten eine qualitativ hochwertige, wohnort- und zeitnahe radiologische Versorgung anbieten können», sagt Prof. Sebastian Schindera, Chefarzt Radiologie.

Das Radiologiezentrum wird voraussichtlich Ende 2025 eröffnet. Ausgerüstet wird die Praxis mit zwei MRT-Scannern, einem CT-Scanner, einer Röntgenanlage, einem Ultraschall- sowie einem Mammografiegerät. Letzteres trägt nicht zuletzt auch dem politischen Willen im Kanton Aargau Rechnung, die Brustkrebsprävention zu stärken.(pd/rfb)

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