Mit «Lift» einen erfolgreichen Start ins Berufsleben ermöglichen

Jugendprogramm Zwei Lenzburger Schulen lancieren das Programm «Lift», das allen Schülern den Einstieg ins Berufsleben erleichtern soll. Gesucht sind nun Betriebe für Wochenarbeitsplätze.

Starten das Jugendprogramm «Lift» an ihren Schulen gemeinsam: Stefanie Esser (Rudolf-Steiner-Sonderschule Lenzburg) und Marcel Mattenberger (Regionalschule Lenzburg). Foto: Romi Schmid
Starten das Jugendprogramm «Lift» an ihren Schulen gemeinsam: Stefanie Esser (Rudolf-Steiner-Sonderschule Lenzburg) und Marcel Mattenberger (Regionalschule Lenzburg). Foto: Romi Schmid

Keine tollen Noten und das Selbstbewusstsein angeknackst: Unter solchen Voraussetzungen kann sich die Lehrstellensuche schwierig gestalten. Mit der Teilnahme am Jugendprogramm «Lift» möchten die Regionalschule Lenzburg und die Rudolf-Steiner-Sonderschule Lenzburg Schülern künftig den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern.

Nicht alle Jugendlichen schaffen den Übertritt in die Berufswelt problemlos. Während die einen auf Anhieb eine Lehrstelle finden, wird die Suche für die anderen zur scheinbar unüberwindbaren Hürde. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Dieses Problem kennt auch Marcel Mattenberger, Fachlehrer für Französisch und Musik und Verantwortlicher für die Koordination der Berufswahl an der Regionalschule Lenzburg. «Ich sehe immer wieder, dass einige Jugendliche besondere Unterstützung brauchen. Mit der Teilnahme am ‹Lift›-Programm möchten wir solchen Schülern helfen, sich ins Berufsleben zu integrieren.»

Arbeitseinsätze in Betrieben

Über 12 Wochen hinweg sammeln Schüler der ersten Oberstufe der Realschule dabei an einem Wochenarbeitsplatz während zwei bis drei Stunden in einem lokalen Betrieb Erfahrungen für ihre Lehrstellensuche.

Die Arbeitseinsätze absolvieren sie in ihrer Freizeit. Dafür werden sie mit einem Taschengeld entlohnt. Die Jugendlichen werden durch die zuständigen Lehrpersonen ausgesucht und durch Fachpersonen der Schule auf ihre Einsätze vorbereitet.

Grosse Chance für die Jugendlichen

Die Regionalschule Lenzburg und die Rudolf-Steiner-Sonderschule Lenzburg starten das Projekt gemeinsam: «So können wir die Suche nach Betrieben gemeinsam koordinieren», erklärt Mattenberger.

Beide Schulen sehen im Programm eine grosse Chance für die Jugendlichen und haben mit der Umsetzung bereits begonnen, damit im neuen Schuljahr gestartet werden kann. «Das ‹Lift›-Programm ist vielversprechend. Wir hoffen, dass wir gemeinsam mit vielen lokalen Betrieben das Projekt zum Erfolg führen können. Bis zu den Sommerferien wollen wir eine Gruppe von rund 10 Schülern zusammenhaben, welche wir ins Projekt aufnehmen», sagt Mattenberger.

Stefanie Esser, Klassenlehrperson an der Rudolf-Steiner-Sonderschule Lenzburg, ergänzt: «Das Projekt ist eine wunderbare Sache. Wir wählen vier bis sechs Schüler für die Einsätze ab August aus und hoffen, dass die Jugendlichen dadurch ihr Selbstvertrauen sowie ihre Sozial- und Selbstkompetenzen stärken können.»

Kooperation mit Gewerbeverein

Für die rund 15 Jugendlichen, die im neuen Schuljahr im «Lift»-Programm starten sollen, läuft die Suche nach lokalen Wochenarbeitsplätzen derzeit auf Hochtouren.

Mattenberger erklärt: «Die grösste Herausforderung ist, genügend Betriebe zu finden, welche mitmachen und einen Wochenarbeitsplatz anbieten können. Wir arbeiten mit dem Gewerbeverein Lenzburg und Umgebung zusammen, es gibt bereits einige interessierte Betriebe, aber wir brauchen noch mehr. Wir sind offen für alle Unternehmen der Region, auch für solche, die keine Lehrstelle anbieten.»

Kriterien gibt es laut Mattenberger nur zwei: «Einerseits braucht es eine Ansprechperson, welche den Jugendlichen betreut, und andererseits müssen Tätigkeiten vorhanden sein, welche von den Schülern selbstständig erledigt werden können.»

Einsätze dauern drei Monate

Mehr als 2000 Jugendliche in 21 Kantonen und 300 Schulen sind im Rahmen von «Lift»-Einsätzen aktiv. Für «Lift»-Geschäftsführerin Gabriela Walser ist klar: «Die Integration von jungen Menschen in die Arbeitswelt geht uns alle an. Unser Programm zeigt seit vielen Jahren, wie wirkungsvoll dies in enger Zusammenarbeit mit Schulen und Arbeitgebern gelingt. Wir freuen uns, dass mit der Regionalschule Lenzburg und der Rudolf-Steiner-Sonderschule Lenzburg zwei weitere Schulen auf den ‹Lift›-Zug aufgesprungen sind.»

Kontakt: Interessierte Betriebe, die einen Wochenarbeitsplatz anbieten möchten, können sich bei Marcel Mattenberger melden: mmattenberger@rs-l.ch. Informationen: www.jugendprojekt-lift.ch.

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