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Nachhaltigkeit Einwohnerinnen und Einwohner aus der Region Lenzburg auf Entdeckungstour zur saisonalen und regionalen Ernährung.

Im Projekt «Eintüten» des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg und von «catta» erkundeten Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinden Lenzburg, Möriken-Wildegg, Niederlenz und Othmarsingen im Frühjahr 2026, woher ihre Lebensmittel kommen. Sie entdeckten neue regionale Produkte und Einkaufsmöglichkeiten, tauschten ihre Erfahrungen an zwei Workshops aus und erfuhren Wissenswertes zu Saison, Labels und lokaler Landwirtschaft.
Woher kommen eigentlich die Tomaten, der Käse oder der Tofu, den ich einkaufe? Wurde der Soja in Italien oder der Schweiz angebaut? Haben Gurken und Erdbeeren im April aus der Region Saison? Finde ich Schweizer Mehl, Linsen und Öl? Dies waren Fragen, mit denen sich rund 40 Teilnehmende in der Region Lenzburg im Frühjahr 2026 befassten. Das Projekt «Eintüten – woher kommt mein Essen» des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg und von «catta» fand von März bis Mai mit den engagierten Gemeinden Möriken-Wildegg, Niederlenz, Othmarsingen und der Stadt Lenzburg statt.
Am Startworkshop Anfang März in Lenzburg lernten die Teilnehmenden das Projekt und die App kennen. Sie befassten sich damit, wie sie die Herkunft (Produktionsort der Rohstoffe) eines Produktes herausfinden können, was Regio-Labels bedeuten und sie trugen auf einer Karte Einkaufsmöglichkeiten für regionale Produkte zusammen. Zudem erfuhren sie von Marion Sonderegger vom Mooshof und Urs Bryner vom Brynerhof viel Konkretes über die Landwirtschaft, zum Beispiel, was aktuell und in den nächsten Wochen Saison hat.
Den eigenen Einkauf erkunden
Danach gings ans Erfassen der Herkunft der Lebensmittel in der eigenen Küche mittels einer Web-App. Die Teilnehmenden wurden nun zu Forschenden gemäss dem Konzept «Citizen Science». Wie gut ist es möglich, möglichst regional und saisonal einzukaufen? Welches importierte Lebensmittel kann ich mit einem einheimischen Produkt ersetzen? Welche regionalen Produkte sind überhaupt in den hiesigen Läden vorhanden?
Am Schlussworkshop Anfang Mai in Möriken-Wildegg tauschten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen dazu aus. Einige entdeckten neue regionale Einkaufsmöglichkeiten und Produkte. Vielen gelang es im Projektzeitraum, vermehrt regional und saisonal einzukaufen, wie die zusammengefassten Daten zeigen. Einige Hürden waren unklare und nicht vorhandene Herkunftsbezeichnungen bei den Grossverteilern, das mangelnde Angebot von Schweizer Produkten (zum Beispiel Nüsse, Hülsenfrüchte), der Zeitaufwand, um noch mehr regionale Produkte zu finden, oder auch der Preis. Zudem gibt es bei der Ernährung nicht nur das Kriterium regional und saisonal. Einige Teilnehmende bevorzugen in erster Linie Biolabel oder sie haben gerne Abwechslung bei den Gerichten. So gibt es auch mal ein Thai Curry mit Kokosmilch oder einen Chicoréesalat mit Orangen und Datteln. Andererseits entdeckten viele auch Wintergemüse neu und probierten neue Zubereitungsarten mit Krautstiel, Kohl und Randen aus. Die ersten Spargeln aus der Region waren dann ebenfalls ein Highlight und wurden in der App als Saisonmahlzeit festgehalten. (pd/rfb)



