Der Grundstein ist gelegt

WBZ Das Weiterbildungszentrum Lenzburg (wbz) erweitert seinen Campus mit einem neuen Gebäude. Das «Gebäude E» wird moderne Bildungs- und Praxisräume bieten und den steigenden Bedarf an Fachkräften in der Region unterstützen. Vergangene Woche wurde die Grundsteinlegung vollzogen.

Der Leiter des wbz Fabian Schaller freut sich auf die Zukunft im Neubau.Foto: Rinaldo Feusi

Mit sieben Hammerschlägen auf den Amboss eröffnete Tobias Widmer, Rektor der Berufsschule Lenzburg, die Grundsteinlegung eines der wichtigsten Neubauten für Stadt und Region. Das «Gebäude E», dem bereits viele Spitznamen wie «Fachkräfteschmiede» oder «Leuchtturm für die Bildung» gegeben wurden, wird Berufsleuten aus verschiedenen Branchen dienen. Das Weiterbildungszentrum Lenzburg plant mit dem Neubau eine moderne Bildungsstätte zur Förderung von Fachkräften. Bereits seit 2021 wird in den Medien intensiv darüber berichtet – damals über das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs, entworfen von Schweizer Hauser Architekten AG. Ziel ist ein nachhaltiges Gebäude mit Erdwärme und Solarenergie.

Nachhaltig wie eine solide Berufsbildung

Das neue Gebäude wird mit 18 Erdwärmesonden ausgestattet, um umweltfreundliche Energie zu nutzen. Zusätzlich wird ein Energiekonzept mit Solarenergie umgesetzt, das die Nachhaltigkeit des wbz stärkt. Insgesamt werden 230 Photovoltaikanlagen auf dem Dach installiert. Ein zentraler Aspekt des Neubaus ist die Stärkung des Ausbildungsangebots im Bereich Solarenergie und die Vermietung der Schulungsräume und der Werkhalle. Das wbz bietet neue Weiterbildungen wie «Solarmonteur:in», «Photovolteur:in» und «Projektleiter:in Solarmontage mit eidg. FA» an. Zudem wird das Solar-Zentrum Aargau in die neue Werkhalle des wbz umziehen, um eine praxisnahe Ausbildung zu gewährleisten.

Solarenergie ist jedoch nicht der einzige Fokus. In der neuen Halle können unterschiedliche Fachrichtungen vertieft werden. «Etwa Robotik», betonte Geschäftsführer Fabian Schaller. Im Inneren wird der Bau aus Holz bestehen – genauer gesagt aus Fichtenholz. Für den Innenausbau wurden rund 400 bis 500 Fichten benötigt, erklärte der anwesende Architekt Daniel Schweizer. Doch er relativierte diese hohe Zahl mit einer Anekdote: «In der Schweiz wachsen diese innerhalb von etwa zwei Stunden nach.»

Zeitkapsel als Zeichen des Fortschritts

Im Rahmen der Grundsteinlegung wurde eine Zeitkapsel hinterlegt, die Erinnerungsstücke wie einen Studentenhut, einen Amboss mit Hammer, die Baupläne von Gebäude E sowie eine Tageszeitung und die aktuelle Ausgabe des Lenzburger Bezirks-Anzeigers vom 14. März 2025 enthält. Sie symbolisiert den Fortschritt und die langfristige Bedeutung des Neubaus.

«Es hat noch Platz für weitere Berichterstattungen in den Zeitungen», meinte Tobias Widmer mit einem Zwinkern in Richtung der Medienschaffenden. Weitere Berichterstattungen wird es mit Sicherheit geben – denn wenn alles nach Plan verläuft, wird das Projekt am 28. Juli 2026 an die Bauherrschaft übergeben. Mal sehen, wie viele Ambossschläge es dann sein werden.

Weitere Artikel zu «Stadt Lenzburg», die sie interessieren könnten

Die im Zweiweiertal errichteten künstlichen Biberdämme haben ihre erste Bewährungsprobe bestanden.Foto: zvg
Stadt Lenzburg23.07.2026

Künstliche Biberdämme bestehen den Härtetest

Biber Im Dezember 2024 hat die Ortsbürgergemeinde Lenzburg im Zweiweiertal vier kleine, Biberdämmen nachempfundene Sperren errichtet. Mit dem Pilotprojekt…

Einfach magisch: Das Gauklerfestival verzaubert jedes Jahr aufs Neue.Foto: Romi Schmid
Stadt Lenzburg23.07.2026

Wenn die Altstadt zur Bühne wird

Gauklerfestival Vom 14. bis 16. August kehrt das Gaukler- und Kleinkunstfestival zurück. Internationale Artistinnen und Artisten verwandeln Gassen und Plätze…
Wie immer ein sensationelles Schlussbild auf der Schützi.Foto: jugendfest-fotos.ch
Stadt Lenzburg15.07.2026

So schön war das Manöver