Baubeginn nach Plan: Der Kraftreaktor erweitert

Sport Das Baugesuch ist durch – nun fahren die Bagger auf. Das Klettereldorado geht den nächsten Schritt in die Zukunft.

Geben Vollgas: Joel Silva und Josef Sager von der Schaeferholzbau AG, Architekt Philipp Schenker von GLS Architekten AG, Franziska und Marco Toretti von der Kraftreaktor AG, Timo Gisi von der Karl Gisi AG und Heike Fischer von GLS Architekten AG.Foto
Geben Vollgas: Joel Silva und Josef Sager von der Schaeferholzbau AG, Architekt Philipp Schenker von GLS Architekten AG, Franziska und Marco Toretti von der Kraftreaktor AG, Timo Gisi von der Karl Gisi AG und Heike Fischer von GLS Architekten AG.Foto: Rinaldo Feusi

Sechsundzwanzig zusätzliche Seilplätze im Freien, ein neuer Eingangsbereich mit kleinem Bistro, überdachte Veloparkplätze: «Mit der Aussenkletterwand vervollständigen wir unser Angebot und geben dem Sport ein grosses Schaufenster», erklärt Marco Toretti am Spatenstich zur ersten künstlichen Aussenkletterwand im Aargau. Ideen habe man genug. Der Anbau ist ein lang ersehnter Traum der beiden Geschäftsinhaber Franziska und Marco Toretti. Sie übernahmen die Kletterhalle 2018. «Wir planten ein ähnliches Projekt schon 2019. Doch dann kam Covid», erklärt der Geschäftsführer.

Gegen das Baugesuch gingen keine Einwendungen ein. «Den Baubeginn planten wir auf Mitte Mai. Das hat geklappt», freut er sich. Mit der Erweiterung des Kletterbereiches ausserhalb der Halle sollen nicht nur die Sportlerinnen und Sportler hoch hinaus, sondern auch der Kraftreaktor ein neues Kapitel aufschlagen.

Höhere Routenzahl und moderate Preisanpassung

«Nach dem Umbau unserer Boulderhalle im 2021 fokussieren wir uns bewusst auf die Erweiterung des Vorstiegsangebots», erklärt Marco Toretti. Die Vision sei, mit der Aussenwand mehr Gäste zur Nebensaison nach Lenzburg zu holen. Sie wird überdacht und beleuchtet sein. Damit kann auch bei Regen geklettert werden. «Die Aussenwand ist eine wetterunabhängige Alternative zur Felswand», erläutert Franziska Toretti. Mit rund 26 zusätzlichen Seilrouten wird sich das Vorstiegsangebot fast verdoppeln. Auf die Preise wird sich der Bau moderat auswirken. «Wir rechnen mit leichten Preisanpassungen», erklärt sie. «Jedoch bleiben wir definitiv im Wettbewerbsdurchschnitt.»

Eine nachhaltige Zukunft aus Holz

Der überdachte Aussenbereich wird aus Holz sein. Hierfür setzt man auf die Zusammenarbeit mit der Schaerholzbau AG. Für das Unternehmen ist es das zweite Klettersportprojekt, sagt Verwaltungsrat Josef Sager. Das Unternehmen verwirklichte bereits die Multisporthallen «Sportfabrique» in Biel – das erste Spitzensportzentrum für Schweizer Sportkletterinnen und -kletterer.

Architekt des Anbaus ist Philipp Schenker von der Aarauer Gautschi Lenzin Schenker Architekten AG. Die Baumeisterarbeiten obliegen der Dottiker Karl Gisi AG mit Geschäftsführer Timo Gisi. Dieser kennt den Kraftreaktor bestens: «Das ist das vierte Mal, dass wir hier bauen.» 2020 wurde die Halle zum ersten Mal unter der Regie der beiden Inhaber umgebaut. 2021 folgten der Umbau der Boulderanlage und die Erweiterung um einen Aussenboulderbereich. Seit 2023 gibt es in Aarau eine Boulderhalle, an welcher der Lenzburger Kraftreaktor beteiligt ist.

Zu den 60 bestehenden Autoparkplätzen kommen 30 fürs Velo hinzu. Diese werden überdacht sein. «Mit den Veloparkplätzen reagieren wir auf die Rückmeldungen unserer Kundinnen und Kunden», so Franziska Toretti. Der Kraftreaktor will weiter Vollgas geben: Die Arbeiten sollen auf Spätjahr 2026 abgeschlossen sein.

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