Veränderungen in der reformierten Kirche

Die Kirchgemeindeversammlung brachte neue Erkenntnisse.Foto: Archiv

Meisterschwanden An der Kirchgemeindeversammlung der reformierten Kirche Meisterschwanden-Fahrwangen vom 19. November waren die Veränderungen in der Kirchenlandschaft ein Thema. Aufgrund zunehmender Kirchenaustritte prüft die Kirchgemeinde, was ihr für das Gemeindeleben von Bedeutung ist. Denn auch im kommenden Jahr wird das Budget mit einem Minus von 37698 Franken negativ ausfallen.

Die Kirchgemeinde sieht ihre Aufgabe darin, Menschen miteinander zu verbinden und ins Gespräch zu bringen. Bei schwindenden Mitteln wird es aber schwieriger, Menschen in Not beizustehen. Die Kirche nimmt sich gerade im sozialen Bereich als eine wichtige Stütze für Menschen in den Dörfern wahr. Durch eine Kirchenmitgliedschaft würden auch diese karitativen Aufgaben ermöglicht.

Im Zusammenhang mit der veränderten finanziellen Situation stehen auch das erarbeitete Immobilienkonzept und die bevorstehende Revision der Orgel. Die Kirchenpflege wird gewichten, was für ihre Kernaufgaben wesentlich ist. Die Revision der Orgel wird nicht über das ordentliche Budget möglich sein. Die Kirchenpflege lädt ein, sich Gedanken über andere Möglichkeiten zu machen. Ein Ersatz durch eine günstigere digitale Orgel wird zum Thema gemacht.

Veränderungen gibt es auch in der Sozialdiakonie. Der langjährige Sozialdiakon Andreas Müller wir seine Tätigkeit per Ende Jahr beenden. Die bis anhin 130 Stellenprozente werden nicht mehr im vollen Umfang über das ordentliche Budget finanzierbar sein. Ab 2025 ist mit zirka 80 Stellenprozenten in der Sozialdiakonie zu rechnen. Um die anfallenden administrativen Arbeiten zu bewältigen, wird dafür im Sekretariat das Pensum um 10 Prozent erhöht. Die Kirchgemeinde prüft alternative Finanzierungsmodelle und hat auch ein Förderkonto zur Aufrechterhaltung des Gemeindelebens eröffnet. Trotz den Herausforderungen ist die Kirchenpflege überzeugt, dass die Kirchgemeinde für die Menschen in den Dörfern einen Mehrwert bietet. Ihre Arbeit soll Menschen erfrischen. So wurde auch fürs kommende Jahr das neue Jahresmotto präsentiert: «quellfrisch». Das Motto erinnert die Menschen daran, dass Gott die Quelle des Lebens ist.

(Frédéric Légeret/rfb)

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