Spektakuläre Gewitter im Seetal

Spektakel über dem Seetal: Eine Gewitterzelle überquert am Abend des 17. August den Hallwilersee und erscheint im roten Abendlicht der untergehenden Sonne in spektakulären Farben. Foto: Andreas Walker
Spektakel über dem Seetal: Eine Gewitterzelle überquert am Abend des 17. August den Hallwilersee und erscheint im roten Abendlicht der untergehenden Sonne in spektakulären Farben. Foto: Andreas Walker

Meteorologie: Diesen Sommer gab es im Seetal einige spektakuläre Gewitter. Obwohl die Anzahl unterdurchschnittlich war, verliefen einige Unwetter ziemlich heftig.

In wenigen Tagen neigt sich der Sommer dem Ende zu. Bereits am 1. September beginnt der meteorologische Herbst. Rückblickend gesehen, gab es in diesem Sommer eher weniger Gewitter als im Durchschnitt, doch einige davon hatten es in sich. Besonders drei Gewitter waren für die Region Lenzburg und das Seetal aussergewöhnlich.

Tornado in Hohenrain

Am Abend des 26. Juni verdunkelte sich der Himmel über dem Seetal. Über Hohenrain erschien aus einer dunklen Gewitterwolke ein Wolkenrüssel. Dieser kleine Tornado wirbelte im Gebiet Oberebersol bei einigen Häusern Ziegel vom Dach und richtete weitere Schäden an. In der Nacht vom 2. auf den 3. August beendeten Gewitter die erste Hitzewelle von deutlich über 30 Grad in diesem Jahr. Laut dem Wetterdienst MeteoNews wurden dabei über 18000 Blitze gezählt

Am 16. August wütete in der Region Aarau ein Gewitter mit Blitz, Donner, Hagel und Platzregen. Zwischen diesen  spektakulären Gewittern war das Sommerwetter geprägt von häufigen sommerlichen Schönwetterphasen.

Nasser Juni, extrem trockener Juli

Der Sommer war witterungsmässig in zwei Hälften geteilt. War der erste Teil eher kühl und nass, verlief der zweite nach Fahrplan. Der Juni war seit langem wieder einmal ein Monat mit überdurchschnittlichen Regenfällen. Im Gegensatz dazu war der Juli extrem trocken. 

Nach Angaben von MeteoSchweiz fiel in der Region Lenzburg im Juli gerade einmal ein Viertel der normalen Niederschläge und die Sonnenscheindauer lag bei 130 Prozent. Die Temperatur lag 1,3 Grad über dem langjährigen Mittel. Somit wurde der Juli von einer ausgeprägten Trockenheit mit viel Sonnenschein dominiert, was die Anzahl der Gewitter deutlich reduzierte.

Der August verlief wettermässig  wieder ziemlich durchschnittlich. Dabei waren auch die Hundstage entsprechend heiss, wie es vom statistischen Mittel her zu erwarten ist. Gegen Ende der Hundstage lief die Temperatur am 21. August mit über 30 Grad noch einmal zur Hochform auf.

Bote von Überschwemmungen

Als Hundstage wird die Zeitspanne vom 23. Juli bis 23. August bezeichnet, in der der Stern Sirius (im Sternbild grosser Hund) gleichzeitig mit der Sonne aufgeht. Die Erscheinung des Sirius hatte bei den alten Ägyptern eine grosse Bedeutung. Wenn Sirius am Morgenhimmel knapp vor Sonnenaufgang erstmals wieder sichtbar wurde, begannen die heissesten Tage im Jahr und innerhalb der nächsten 14 Tage kamen die Nilüberschwemmungen.

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