Seener Männerstamm besucht den Skihersteller Stöckli
Seon Der Seener Männerstamm hat die Skifabrik Stöckli in Malters besucht. Die Senioren erfuhren, wie jährlich 80 000 Paar Ski entstehen und weshalb Handarbeit in der Produktion weiterhin eine wichtige Rolle spielt.

Der Seener Männerstamm versteht sich als Plattform für die Pflege und die Erweiterung von Kontakten unter den Mitgliedern sowie für die Verankerung seiner Mitglieder in ihrer Wohngemeinde Seon. Ausserdem sollen die Anlässe Gelegenheit sein, um Neues und bisher Unbekanntes kennenzulernen.
Getreu dieser Zielsetzung fand sich der Männerstamm zu seinem Oktoberanlass – und damit rechtzeitig vor der Eröffnung der Skisaison – bei der Skifabrik Stöckli in Malters ein. Um an einer Führung zu erleben, wie die einzige Schweizer Skifabrik höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird und sich in einem stark umkämpften Markt behauptet.
Im Jahr 1935 gründete Josef Stöckli, nachdem er zuvor in der elterlichen Zimmerei begonnen hatte, Ski für den Eigenbedarf herzustellen, die Skifirma Stöckli AG in Wolhusen. Er war von Beginn an ein Tüftler und Erfinder und legte Wert auf höchste Qualität. So entwickelte er 1945 den ersten verleimten Ski aus Esche und Eiche, der zudem mit verschraubten Stahlkanten versehen war. Er testete seine Produkte selbst und entwickelte diese stets weiter. Im Jahr 1957 begann er mit der Produktion der ersten Metall- und 1965 mit derjenigen der ersten Kunststoffski. Nach verschiedenen regionalen Erfolgen an Skirennen wurden die Stöckli-Ski 1994 in den Swiss-Pool aufgenommen.
Seit 1986 erfolgt die Produktion in Malters, und jährlich werden hier in 140 Arbeitsschritten pro Ski 80000 Paar pro Jahr hergestellt. Diese Produktion bedient eigentlich zwei Märkte: denjenigen für den Breitensport vom Anfänger bis zum passionierten Skifahrer und denjenigen für den Spitzenskisport, verkörpert beispielsweise durch Marco Odermatt. Für die Herstellung der Ski werden nur die besten Materialien verwendet, und keiner der erwähnten 140 Arbeitsschritte erfolgt ausserhalb des Werks in Malters.
Nach dem Rundgang waren die Senioren des Männerstamms von der Stöckli AG zu einem Apéro eingeladen und hatten Gelegenheit, im Shop ein Souvenir zu ergattern. Die Rückfahrt nach Seon wurde in Hildisrieden für ein gemeinsames Nachtessen im Restaurant zum Roten Löwen unterbrochen.
(pd/rfb)
Der Seener Männerstamm trifft sich am 5. November zur traditionellen Metzgete auf dem Homberg. Anmeldungen nimmt Kassier Jürg Sterchi unter 062 775 27 07 oder per E-Mail an sterchi.juerg@outlook.com entgegen.



