Piazza lädt zum Verweilen ein

Meisterschwanden Just rechtzeitig zum Badiwetter konnte die neu geschaffene Piazza im Arbeiterstrandbad Tennwil eröffnet werden. Die Piazza verbindet das Haupt- und das Nebengebäude und lädt mit Sitz- und Spielmöglichkeiten zum Bleiben ein.

<em>Haben die neu geschaffene Piazza feierlich eröffnet:</em> Ueli Haller, Gemeindeammann Meisterschwanden, Jürg Lienhard, Präsident der Stiftung Arbeiterstrandbad, Eva Schmidt, Präsidentin der Baukommission, und Barbara Wiskemann, Architekturbü
<em>Haben die neu geschaffene Piazza feierlich eröffnet:</em> Ueli Haller, Gemeindeammann Meisterschwanden, Jürg Lienhard, Präsident der Stiftung Arbeiterstrandbad, Eva Schmidt, Präsidentin der Baukommission, und Barbara Wiskemann, Architekturbüro Neon Bureau. Foto: cfr

Wir haben nicht gewusst, dass der Sommer 2019 am 1. Juni beginnt. Aber wir wussten, dass wir die beiden Saisons 2018 und 2019 nur wenig kürzen dürfen, weil wir die Saisoneinnahmen brauchen», sagte Jürg Lienhard, Präsident der Stiftung Arbeiterstrandbad, in seiner Eröffnungsrede. Umso mehr freute es ihn, just zum Sommerstart die neue Piazza, die das Hauptgebäude mit dem Nebengebäude verbindet, offiziell für den Betrieb freizugeben. Eine Sanierung des Hauptgebäudes und der Ersatz des längst baufälligen Sanitärgebäudes haben sich schon länger aufgedrängt. Räumlich befriedigte die Organisation von Kasse, Kiosk, Restauration und Laden im Hauptgebäude nicht wirklich. Auch die Kücheninfrastruktur entsprach nicht mehr den Anforderungen. Zudem war der Aufenthaltsraum schlicht zu klein. Neu ist der Kiosk/Laden nun im Nebengebäude untergebracht, die Terrasse vom Hauptgebäude wurde verbreitert und als verbindendes Element die Piazza geschaffen.

Preisanpassungen unabdingbar

Ein derartiger Bau, der mit rund 3,7 Millionen Franken zu Buche schlage, sei die teuerste Investition für das Arbeiterstrandbad, betonte Lienhard. Die eine oder andere Bewährungsprobe stehe noch an. Etwa diejenige, ob alles so funktioniert wie geplant. Oder aber der Wunsch, dass nun bessere Dienstleistungen mit nur gering grösserem Personalbestand erbracht werden können. «Schliesslich bleibt auch abzuwarten, ob die unabdingbaren Preisanpassungen akzeptiert werden», sagt Lienhard.

Die erhofften Mehreinnahmen seien nötig, um die grössere Verschuldung tragen zu können. So oder so, man sei stolz auf die neuen Anlagen. Stolz zeigte sich auch Barbara Wiskemann vom ausführenden Architektenteam Neon Bureau. Für sie und ihr Team sei anlässlich der Besichtigung schnell klar gewesen, dass der «Feldherrenhügel» weg müsse, dass Weite geschaffen werden soll, sagte Wiskemann. «Uns fiel zudem auf, dass beim Hauptgebäude alles im oberen Bereich stattfindet. Es gab nicht wirklich eine Öffnung zum See hin», betonte sie. Zudem wollten sie die bestehenden Gebäude optisch zusammenführen, was mit der Schaffung der Piazza gelungen sei. Der Hallwilersee sei ein eigentlicher Hotspot, werde als Naherholungsgebiet äusserst geschätzt. Es gelte, dieser Perle Sorge zu tragen, betonte Ueli Haller, Gemeindeammann von Meisterschwanden. Auch er freute sich über die gelungene Sanierung und Aufwertung.

Drei Büros seien eingeladen worden, Projekte zur Neugestaltung des Strandbads einzureichen, sagte Eva Schmidt, Präsidentin der Baukommission. Die Wahl sei auf das Architekturbüro Neon Bureau gefallen, weil ihr Vorschlag eine hohe Qualität zur Begegnung aufweise. Dank ihrem sorgfältigen Modellieren des Terrains und dank hindernisfreier Bauweise sei die Umgestaltung äusserst gelungen, betonte Schmidt.

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