Neuer Feuerwehrkommandant in Sarmenstorf: Simon Lüthy übernimmt
Sarmenstorf In Sarmenstorf hat André Bühler das Amt des Feuerwehrkommandanten an Simon Lüthy übergeben. Dieser hatte bereits als Vize-Kommandant einen guten Einblick in sein neues Aufgabenfeld erhalten.

Es ist eher Zufall, dass Simon Lüthy so schnell nach der offiziellen Bekanntgabe Zeit für ein Gespräch findet. Nun sitzt er freundlich lächelnd im Feuerwehrmagazin und berichtet von seinem neuen Amt als Feuerwehrkommandant. Zunächst unterstreicht er, wie sehr er sich über den Rückhalt bei den Kameraden der Feuerwehr, der Feuerwehrkommission sowie der Gemeinde freue. Diese hätten ihn in seinem Amt bestätigt.
Die Feuerwehr spielt in seinem Leben schon eine ganze Weile eine wichtige Rolle: «Mit 10 Jahren bin ich hier in Sarmenstorf in die Jugendfeuerwehr eingetreten und mit 18 in die Feuerwehr. Etwa 14 Jahre wäre das nun her.» Für viele ein klassischer Weg: Einige, mit denen er zusammen in der Jugendfeuerwehr war, seien bis heute wie er bei der Feuerwehr. Seit seinem Einstieg bei der Feuerwehr habe er einige Ausbildungsabschnitte durchlaufen, Weiterbildungen absolviert und Kurse besucht. «Als Kommandant muss man den Rang eines Offiziers haben», erklärt er. Als Vize-Kommandant habe er dann interessante Einblicke in die Kommandostrukturen bekommen. «Im letzten Jahr hat André Bühler mich bei vielen Anlässen und Terminen mitlaufen lassen», führt Lüthy aus. «Das war enorm hilfreich für das Amt.» Anders als zuvor werde nun sein, dass er die Entscheidungen treffen müsse. «Ich fühle mich gut vorbereitet. Ich bin aber auch froh, mit Adrian Bütler einen guten Vize-Kommandanten an meiner Seite zu haben.»
Gut aufgestellte Feuerwehr mit grosser Kameradschaft
Insgesamt findet der neue Feuerwehrkommandant die Wehr in Sarmenstorf recht gut aufgestellt. «Wir sind 65 Feuerwehrleute, 8 sind neu eingetreten und davon sind 3 Frauen», informiert er. Über die starke Jugendfeuerwehr im Dorf seien sie sehr glücklich, nicht wenige würden daraus später gut vorbereitet und sehr engagiert in die Feuerwehr wechseln. Weiter erklärt Simon Lüthy: «Auch altersmässig sind wir gut durchmischt.» Der Erfahrungsschatz der älteren Kameraden sei hilfreich und der Austausch untereinander sehr gut. «Wir pflegen eine wirklich gute Kameradschaft, helfen einander – das schliesst die anderen Vereine hier im Ort mit ein.»
Nicht ausser Acht zu lassen seien Fortbildungen, auf der Kommandoebene umfassen diese beispielsweise Personalführung und Einsatzleiterkurse. Insgesamt kämen auf ihn nun mehr administrative Aufgaben zu. «Aber wir müssen natürlich auch immer auf dem neuesten Stand sein», so der Feuerwehrkommandant. «Etwa dann, wenn es darum geht, ein brennendes E-Auto zu löschen.» Das sei auch für ihn ein relativ neuer Einsatzaspekt.
Damit alle gut für eventuelle Einsätze vorbereitet sind, finden regelmässig am Montagabend Übungen statt. Trotz aller guten Vorbereitung gebe es immer wieder Momente, die in Erinnerung blieben, etwa schwere Verkehrsunfälle. «Oder der Brand am Weihnachtstag hier im Dorf, der wird bestimmt nicht so schnell vergessen werden», resümiert Lüthy. Doch die Feuerwehr werde mitunter zu recht ungewöhnlichen Orten gerufen. «Einmal mussten wir eine Kuh aus einem Gülleloch befreien», erinnert er sich und ergänzt schmunzelnd: «Einmal retteten wir auch eine Katze aus einem Baum.»
Für seine Amtszeit wünsche er sich, dass die Sarmenstorfer Feuerwehr weiterhin gut aufgestellt bleibe: «Mir ist es auch ein Anliegen, dass unsere Einsätze erfolgreich verlaufen und danach alle wieder gesund nach Hause gehen können.»



