Kinder helfen mit bei Kindergartenbau

Seengen Wichtiger Meilenstein für den neuen Doppelkindergarten Hinterdorf: Mit Hilfe einer Klasse wurde der Spatenstich ausgeführt und damit der Startschuss zur Realisierung gegeben. Der Bezug soll zum nächsten Schuljahr erfolgen.

Mit Einsatz bei der Sache: Kindergärtler helfen mit beim Spatenstich für den Seenger Doppelkindergarten Hinterdorf. Foto: Fritz Thut

Mit Einsatz bei der Sache: Kindergärtler helfen mit beim Spatenstich für den Seenger Doppelkindergarten Hinterdorf. Foto: Fritz Thut

Gerade und schräge Stützen unter dem mit Gras bewachsenen Dach: Visualisierung einer Fassade des künftigen Kindergartens Hinterdorf. Zeichnung: S2 Architekten GmbH, Zürich

Gerade und schräge Stützen unter dem mit Gras bewachsenen Dach: Visualisierung einer Fassade des künftigen Kindergartens Hinterdorf. Zeichnung: S2 Architekten GmbH, Zürich

Baukommissionspräsident und Vizeammann Thomas Lindenmann begrüsste verschiedene Kollegen und Bauleute zum Spatenstich für den neuen Doppelkindergarten an der Hinterdorfstrasse.

Er erinnerte daran, dass vor Jahresfrist an der Gemeindeversammlung der Kredit von 2,84 Millionen Franken vom Stimmvolk zügig durchgewinkt worden war. Inzwischen hat das Projekt Baureife erlangt und es soll im gleichen Tempo vorwärtsgehen. «Geplant ist, dass das Gebäude im August 2023 zum Beginn des neuen Schuljahres seiner Bestimmung übergeben werden kann», so Lindenmann.

Kinder mit von der Partie

Ebenfalls zugegen waren die Kindergartenklassen von Andrea Tomaschett und Fränzi Heggli. Mit grossem Eifer wurde mitgeholfen, die Erde abzutragen – mit selbst mitgebrachten kleinen Schaufeln oder mit den im Verhältnis riesengross erscheinenden Schaufeln, die später auch die Bauarbeiter einsetzen werden.

Ein Höhepunkt für die Kindergärtler, die übrigens nicht mehr in den Genuss des neuen Kindergartens kommen werden, da sie im nächsten Jahr in die 1. Klasse wechseln, war der Besuch im Führerstand des bereitstehenden, noch nicht laufenden Baggers.

Nicht nur mit ihrem symbolischen Graben trugen Kinder zum neuen Doppelkindergarten bei. Wie Bruno Schneebeli vom Zürcher Büro S2 Architekten GmbH den Anwesenden erklärte, habe er sich während der Planung daheim von den eigenen Kindern inspirieren lassen. «Ich habe mir zuerst überlegt, wie würde mein Lieblingskindergarten aussehen.» Bei verschiedenen Fragen habe er «daheim eine gute Hilfe gehabt».

Der Seenger Doppelkindergarten Hinterdorf bekommt zwar einen betonierten Keller, doch darüber dominiert das Holz. «Ich habe mich auch von den örtlichen Pfahlbauten inspirieren lassen», so Architekt Schneebeli. Die Fassaden werden von geraden und schrägen Stützen dominiert. Sie tragen ein Flachdach, das begrünt werden soll. «Die Wiese, die ursprünglich hier war, kommt einfach wieder aufs Dach», erklärte Schneebeli den Kindern. Auch im Innenausbau sollen mehrheitlich natürliche Materialien zum Einsatz kommen.

Mit je zwei Klassen an den Standorten Post und Hinterdorf verfügt Seengen künftig über weiterhin vier Kindergartenabteilungen; das «Rote Haus» fällt weg.

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