Hans Haller hilft mit seiner Stiftung Kindern in Brasilien

Kontrolle vor Ort: Hans Haller mit von seiner Stiftung betreuten Kindern im Nordosten von Brasilien. Foto: zvg

Kontrolle vor Ort: Hans Haller mit von seiner Stiftung betreuten Kindern im Nordosten von Brasilien. Foto: zvg

Abstecher in die Heimat: Hans Haller daheim in Meisterschwanden am PC. Foto: Fritz Thut

Abstecher in die Heimat: Hans Haller daheim in Meisterschwanden am PC. Foto: Fritz Thut

Meisterschwanden: In den Ferien verliebte er sich in Brasilien, übersah aber auch die Probleme nicht. Hans Haller gründete deshalb vor 29 Jahren die nach ihm benannte Stiftung. Zurzeit im Fokus ist das Projekt «Glückliche Jugend».

Hans Haller kam vor 65 Jahren in Meisterschwanden zur Welt. Nach der KV-Lehre wollte er die Welt erobern, arbeitete in verschiedenen Funktionen, in verschiedenen Branchen, in verschiedenen Ländern.

Schon früh verliebte er sich in den Ferien in Brasilien und eine Brasilianerin.  Er pendelte in der Folge hin und her. Es folgte ein Versuch als Schriftsteller , doch «Faustrecht in Recife» wurde kein Bestseller, enthielt aber einen Spendenaufruf für seine damals frisch gegründete Hans-Haller-Stiftung.

Hier hatte er mehr Erfolg. Mit den gesammelten Geldern liefert er «Hilfe für Brasilien», wie die Stiftung im Untertitel heisst. Für Haller war und ist wichtig, die Verwendung direkt zu kontrollieren und nicht einen grossen Apparat aufzuziehen. 

Ersatzmütter für Kinder

Aktuell läuft das Projekt «Glückliche Jugend». «Es gibt in Brasilien Zehntausende von Waisen oder verstossenen Kindern. Diesen besorgen wird Ersatzmütter und entschädigen diese, damit sie den Kindern Obdach, Ernährung und Liebe bieten können», schildert der Seetaler bei einem Heimaturlaub in Meisterschwanden die Übungsanlage.

Aus dem Anfang mit einer Ersatzmutter und drei Kindern vor neun Jahren ist mittlerweile ein Projekt mit 47 Kindern im Alter von 1 bis 17 Jahren und 16 Müttern geworden. Hans Haller kennt die Ersatzmütter allesamt persönlich und von den meisten Kindern kennt er die Noten: «Es ist wichtig, dass sie in die Schule gehen und dort Einsatz zeigen. Nur so kann man ihnen eine bessere Zukunft bieten.»

Brasilien ist stark vom Coronavirus betroffen. Eine Ersatzmutter ist daran gestorben. Bis Haller, der normalerweise elf Monate im Jahr in Brasilien lebt, zurückkehren kann, suchen Vertrauensleute einen Ersatz. Auch mit Lebensmittelpaketen hilft die Hans-Haller-Stiftung Coronabetroffenen. Da trifft es sich gut, dass aktuell die Eurosanto-Stiftung die Eingänge auf dem «Glückliche Jugend»-Konto verdoppelt. 

Infos: www.haller-stiftung.ch. – Spendenkonto «Glückliche Jugend»: Hypi Lenzburg, Meisterschwanden, IBAN CH09 0830 7000 0718 0832 9.

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