«Grosse Begeisterung war spürbar»

Seengen Sie erstrahlt in neuem Glanz: Die Hammerschmiede im Seenger Oberdorf wurde nach einer umfassenden Sanierung der Öffentlichkeit präsentiert und wieder eingeweiht.

<em>Grosses Interesse am grössten Hammerwerk der Schweiz:</em> Der Eröffnungstag der sanierten Seenger Hammerschmiede zog viel Publikum an. Fotos: Fritz Thut

<em>Grosses Interesse am grössten Hammerwerk der Schweiz:</em> Der Eröffnungstag der sanierten Seenger Hammerschmiede zog viel Publikum an. Fotos: Fritz Thut

<em>Attraktion ganz in der Nähe:</em> Tag der offenen Tür in der Mühle am Mühlentag.

<em>Attraktion ganz in der Nähe:</em> Tag der offenen Tür in der Mühle am Mühlentag.

<em>Demonstration eines alten Handwerks:</em> Die Besucher konnten in der Hammerschmiede das Schmieden eines Hufeisens mitverfolgen.

<em>Demonstration eines alten Handwerks:</em> Die Besucher konnten in der Hammerschmiede das Schmieden eines Hufeisens mitverfolgen.

Die 1796 erbaute Hammerschmiede beinhaltet das grösste wasserbetriebene Hammerwerk der Schweiz. Doch die fünf Hämmer standen seit 2011, als bei einer Demonstration der für die Kraftübertragung zentrale Wellbaum brach, still.

Ein 2015 gegründeter Verein nahm sich der Sanierung an und nun wurde der Abschluss mit einem veritablen Volksfest gefeiert, als das fertige Werk der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Vereinspräsident Jörg Leimgruber sprach am offiziellen Einweihungsakt von einem «ganz besonderen Tag».

«Riesige Unterstützung»

Nach vier Jahren intensiver Arbeit und gut 5000 von Freiwilligen geleisteten Frondienststunden erstrahlt die Hammerschmiede, die zum Landmaschinenbetrieb R. Sandmeier AG gehört, in neuem Glanz – wenn man dies bei diesem Handwerk überhaupt sagen darf.

Neben den vielen freiwilligen Helfern habe man, so Leimgruber, eine «riesige Unterstützung der Bevölkerung, der Gemeinde, des Kantons und auch des Bundes» gespürt. Neben der rein technischen Restaurierung des gesamten Schmittebetriebes, angefangen bei als Wasserspeicher dienenden Fischteichen über das Balghaus bis zum Wasserrad, das den neuen Wellbaum aus rund 200-jähriger französischer Eiche antreibt, hatte sich der Vorstand um die Finanzierung zu kümmern. Das Budget der Sanierung beläuft sich auf etwa eine Dreiviertelmillion Franken. Auch hier ist man nah am Ziel.

«Brauchtum verbindet»

Jörg Bruder als Gemeindeammann und Vereinsvorstandsmitglied bezeichnete die Einweihung der Hammerschmiede als «schönen Meilenstein» in der Dorfgeschichte: «Kultur und Brauchtum verbindet», sagte er und meinte dabei den Erhalt eines alten Handwerkbetriebs für die nächste Generation.

Mit Freude habe er im Dorf «eine grosse Begeisterung gespürt». Dieser Satz liess sich auch auf die Einweihung anwenden. Mit Begeisterung wurde die Demonstration des Schmiedehandwerks und der wasser- und wellbaumbetriebenen Schwanzhämmer verfolgt. Etliche Einweihungsgäste hatten ihre Kinder oder Enkel mitgenommen und so dafür gesorgt, dass die Faszination auf die nächste Generation überspringt.

Viele Besucher verbanden ihren Abstecher ins Seenger Oberdorf mit der Teilnahme am Tag der offenen Tür in der benachbarten Seenger Mühle anlässlich des nationalen Mühlentages.

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