Diskussionen über aktuelle ­Probleme am Gewerblertreffen

Seengen Der Gewerbeverein Seetal lud seine Mitglieder zu einem sommerlichen Networking-Anlass auf den Rügel. Gast war der Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes, Benjamin Giezendanner.

Klare Worte: AGV-Präsident Benjamin Giezendanner im Gespräch mit Moderator Adrian Remund. Foto: Fritz Thut

Klare Worte: AGV-Präsident Benjamin Giezendanner im Gespräch mit Moderator Adrian Remund. Foto: Fritz Thut

Idyllischer Rahmen: Mitglieder des Gewerbevereins Seetal trafen sich auf dem «Rügel» und lauschten dem Aargauer Gewerbeverbandspräsidenten Benjamin Giezendanner. Foto: Fritz Thut

Idyllischer Rahmen: Mitglieder des Gewerbevereins Seetal trafen sich auf dem «Rügel» und lauschten dem Aargauer Gewerbeverbandspräsidenten Benjamin Giezendanner. Foto: Fritz Thut

Gross war die Freude unter den Seetaler Gewerblern, erstmals seit langem wieder zu einem informellen Treffen zusammenzukommen – noch dazu an einem solch idyllischen Ort wie dem Seminarhotel Rügel oberhalb von Seengen.

«Networking-Sommeranlass» hiess es in der Einladung. Und über 100 Mitglieder nützten die Gelegenheit, sich bei Apéro und Häppchen auszutauschen. Gesprächsstoff gab es angesichts der Aktualität genügend.

Eifersüchtig auf die Aussicht

Als besonderen Gast konnten Präsident Franz Roth und Vorstandsmitglied Marc Fricker als Organisator des Anlasses Benjamin Giezendanner begrüssen. Der Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes (AGV) und SVP-Nationalrat brillierte mit klaren Worten, konnte aber für die aktuellen Probleme der anwesenden Unternehmer keine Patentlösungen anbieten.

Zuerst outete sich Giezendanner als «Rügel»-Neuling: «Ich bin erstmals hier und bin fast ein wenig eifersüchtig auf die Aussicht von hier.» Im anschliessenden Gespräch mit dem einheimischen Moderator Adrian Remund nahm der AGV-Präsident Stellung zu verschiedenen Schlagworten, die die Gewerbler im Moment bewegen.

Energiekrise immer dramatischer

Die Lieferengpässe von gewissen Produkten und Rohstoffen hätte man laut Giezendanner umschiffen können, wenn man eine Zwei-Lieferanten-Strategie verfolgt hätte. Er persönlich sei «froh, dass man den Standort Europa nun wieder stärker berücksichtigt».

Beim Fachkräftemangel wusste der Redner keine generelle Lösung. Man müsse wieder mehr Lehrlinge ausbilden «und dazu muss man die Lehrer, speziell in der Oberstufe, vermehrt für die Wirtschaft begeistern». Auf die Frage aus dem Publikum, wohin denn die vielen Fachkräfte während der Coronapandemie verschwunden seien, wusste Giezendanner keine Antwort.

Beim anschliessenden Gedankenaustausch im kleineren Rahmen wurde Giezendanner wiederholt auf die immer konkreter werdenden Energieprobleme angesprochen. Was tun, wenn gewerblichen Betrieben plötzlich eine achtmal so teure Stromrechnung wie bisher in Aussicht gestellt wird? Sollen Wirtschaft und Handel weiter funktionieren, muss die Politik hier Lösungen finden.

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