Die Korki lebt: Frühlingserwachen auf der wichtigsten Baustelle im Dorf
Dürrenäsch In Dürrenäsch passiert gerade viel auf der grossen Baustelle auf dem Korki-Areal. Für einen interessanten Überblick gab es am Freitagabend eine Führung über das Gelände. Kombiniert war der Anlass mit dem Verein Nöi Löi, welcher sich für das Miteinander im Ort engagiert.
Vorsicht, hier müsst ihr mit den Köpfen aufpassen», warnte Rudolf Sager von der Bauherrschaft Sarudo AG und der Eigentümerfamilie, vorsorglich die Besuchenden während der Begehung der Korki-Baustelle. Dort, wo noch vor einigen Jahren Kork und Sagex hergestellt wurden, ist nun ein grosses Wohnquartier im Entstehungsprozess. Und so brachte Sager den Zuhörenden die Baustelle fachkundig näher, offenkundig ist er nicht nur Bauherr, sondern verfolgt das Geschehen sehr aufmerksam. «Hier wurde gerade heute der Aushub für eines der Häuser fertig», stellte Sager wenig später eine Fläche vor. Sehr schwierig, sich vorzustellen, wie es in gut zwei Jahren aussehen wird. Einfacher ist es da bei den Rohbauten, die teilweise sogar von innen angeschaut werden durften. Dabei erklärte Rudolf Sager die spannenden Eigenschaften des Baumaterials: «Diese Steine hier, Einsteinmauerwerk genannt, an der Aussenwand sind bereits mit Dämmwolle versehen.» Die Besuchenden schauten sich daraufhin die Steine genauer an, überlegten, wie dadurch Leitungen geführt werden. Schliesslich lud der Bauherr alle ein, ihm weiter durch die Baustelle zu folgen – durch einen schmalen Gang gelangt die Gruppe schliesslich in die Tiefgarage und damit zurück zum Ausgangspunkt der Führung.
Baubeginn war im letzten Sommer
Im August 2025 erfolgte der symbolische Spatenstich oder besser gesagt der symbolische Zusammenbau des Korki-Logos für die Korki-Überbauung: Laut Planungen seien für die erste Etappe drei Mehrfamilienhäuser und zwei Häuserzeilen mit Reiheneinfamilienhäusern sowie Gewerbeflächen vorgesehen. «Komplettiert wird das Angebot mit sonnigen Aussenräumen und einer autofreien Begegnungszone sowie einer Tiefgarage mit Einstellplätzen und direktem Zugang zu den Mehrfamilienhäusern», stellt sich das Bauvorhaben «Meine Korki» mittels Informationsmaterial selbst näher vor. Wo vor einigen Jahren die Firma Sager noch verschiedene Dämmmaterialen produzierte, wird nun im Dorfkern ein vielfältiges Wohn- und Gewerbeareal realisiert. Nach einigen Jahren der Planung begann vor rund einem Jahr der Abriss der Industriebauten. Das vom Verein Nöi Löi betreute «Baggerkafi» am Mittwochvormittag erwies sich als ziemlich beliebter Treffpunkt mit hervorragender Aussicht auf die Bauarbeiten.
«Nöi Löi» bietet vielfältiges Programm im Jahr
Mittlerweile ist auch «Nöi Löi» aus dem Altbau gezügelt, die Mitglieder schauen aber, wie vermutlich das gesamte Dorf, dem Fortschritt der Arbeiten mit grossem Interesse zu. Gunther Schmekies vom Verein zeigte während des Gesprächs auf eine grosse Fensterfront: «Dort im Altbau entstehen ebenfalls die neuen Räumlichkeiten für ‹Nöi Löi›». Wir sind gespannt, wie es fertig aussehen wird.» Am Freitagabend organisierte der Verein also den Anlass «Frühlingserwachen». An der Einfahrt zur neuen Tiefgarage gab es sowohl drinnen als auch draussen Sitzmöglichkeiten, für Verpflegung hatten die Mitglieder ebenfalls umsichtig gesorgt. Highlights des Abends waren die Baustellenführungen mit Rudolf Sager. Das Interesse war so gross, dass die erste Gruppe aufgeteilt wurde.
Bei der Begehung bat der Eigentümer seine Besuchsgruppe, ihm zunächst in den Altbau zu folgen. Auf einem Balkon bekamen die Teilnehmenden einen guten Überblick über den Fortschritt auf der Baustelle. Zudem stellte Sager im Gebäude den Grundriss einer der entstehenden Maisonette-Wohnungen vor. Kurz darauf ging es in die Räumlichkeiten, welche für den Verein Nöi Löi vorgesehen sind – die schöne Fensterfassade konnte nun von innen betrachtet werden. Zudem sollen auch Gewerberäume hier im Altbau ihren Platz finden. Nach der Führung zeigten sich die Teilnehmenden beeindruckt vom Voranschreiten der Bautätigkeiten. «Nöi Löi» sowie die Eigentümer freuten sich über das grosse Interesse am Anlass. «Wir vom Verein organisieren auch ohne feste Räumlichkeiten über das Jahr weiterhin verschiedene Anlässe», betonte Gunther Schmekies. «Im Juni gibt es beispielsweise ein Sommerfest mit Musik der Band Melodic Melly und im August einen Open-Air-Kinoabend.»







